15 Fakten über Malaysia


Hier möchte ich ein paar Dinge auflisten, die uns in Malaysia besonders aufgefallen sind.

  1. In ganz Malaysia gibt es superbequeme Busse. Die Sitze sind viel breiter, es gibt breitere Armlehnen mit Holzverkleidung zwischen den Sitzen und man hat viel mehr Beinfreiheit, weil einfach viel weniger Sitze in den Bussen sind. Es gibt eine Zweierreihe auf der einen und eine Einerreihe auf der anderen Seite. Dazu hat jeder Sitz eine extra Beinablage, die man je nach Belieben verstellen kann. Wenn also im Bus niemand hinter einem sitzt, kann man seinen Sitz fast so einstellen wie ein Bett. Herrlich 🙂

  1. Die malaiische Flagge hängt überall. Wirklich überall. Es gab keinen einzigen Ort, wo wir sie nicht gesehen haben. Und es hängt auch nicht nur eine Flagge, nein, es gibt dort wirklich sehr viele. An Hauswänden, Laternen, etc. Ich weiß nicht, wie viele Flaggen davon noch ein Überbleibsel vom Nationalfeiertag Ende August waren (wir waren im September in Malaysia), aber es waren wirklich unglaublich viele Flaggen – in jedem Ort.

  1. Genauso wenig wie man an der Flagge vorbei kommt, kommt man an Durians vorbei. Die Menschen dort müssen diese Frucht echt lieben. Ich kannte sie schon aus Vietnam, aber in Malaysia gibt es auch Durian McFlurrys, Durian Crepes, Durian Eis, Durian „Puff“ oder auch Durian Kuchen. Ich mag’s jedenfalls nicht und Basti hat die Frucht in Malaysia zum ersten Mal probiert – danach aber nie wieder gegessen. In Bussen und Zügen hängen übrigens Durian-Verbotsschilder, denn die Früchte schmecken nicht nur – naja – gewöhnungsbedürftig, sie riechen auch sehr streng.

  1. In jedem Ort, in dem wir waren, gab es mindestens einen Starbucks und einen Kentucky Fried Chicken. Wir waren nicht ein Mal in diesen Läden und verstehen auch nicht, wieso die Menschen da so drauf stehen. Schließlich ist das Tandoori Chicken in jedem noch so kleinem indischen Restaurant 1000 Mal besser als Fast Food.

  1. Ich habe während unserer dreiwöchigen Tour durch Malaysia nicht ein Mal Kaffee getrunken. Was sehr ungewöhnlich für mich ist. Aber leider gibt es in Malaysia nicht so wunderbaren Kaffee wie in Laos, Kambodscha oder Vietnam. Dafür gibt es überall Tee bzw. Eistee. Wobei der viele unterschiedliche Namen hat (u.a. Thé o Ais, Chinese Tea) und man stets dazu sagen muss: keinen Zucker und keine Milch. Die Menschen trinken ihren Kaffee (meist lösliches Pulver von Nescafe) und ihren Tee mit Milch und Zucker (das ist wohl aus der Zeit als englische Kolonie so geblieben).
  1. Die Menschen in Malaysia sind so unglaublich nett und hilfsbereit. Wir wurden öfter einfach angesprochen und uns wurde dann Hilfe angeboten, im Zug rückten die Menschen zusammen, damit wir noch sitzen konnten, selbst Männer in Uniform (Security oder Polizisten) waren super nett und hilfsbereit (was man in Deutschland ja nur sehr selten erlebt). Wir wurden auch zwei Mal einfach mit dem Auto mitgenommen (hier und hier mehr dazu).
  1. Taxifahrer versuchen einen genauso übers Ohr zu hauen wie in den anderen Ländern auch.
  1. Die Muslime in Malaysia tragen Köpftücher in den verschiedensten, sehr freundlichen Farben. Es gibt natürlich auch Frauen, die ganz in schwarz gehüllt sind und ihr Gesicht verdecken. Aber die meisten lieben es farbenfroh und schauen auch super freundlich.
  1. Roti (super leckere Alternative zu Naan und meine Malaysia-Entdeckung) und andere Gerichte gibt es oft nur zu bestimmten Zeiten. Manchmal nur morgens, manchmal morgens und abends. Ich habe es bis zum Schluss nicht verstanden. Leider musste ich sehr oft hören: „Roti finished“. Das leckerste Roti gab’s übrigens auf Langkawi (Pantai Cenang/Pantai Tengah) bei unserem Lieblingsinder Almaz.  Mal hab ich es mit Käse, mal mit Banane, mal mit Banane und Kondensmilch, und mal mit Banane und Schokopulver gegessen- es war immer super. I ♥ Roti! Apropos Almaz: Dort haben wir für 4 Eistee, 2 Essen und 2 Mal extra Brot 13,50 RM gezahlt. In vielen anderen Restaurants hat allein ein Eistee 5 RM gekostet.

  1. Die indischen Soßen und Beilagen sind meistens scharf – selbst wenn die Kellner versichern: „no no spicy“.

  1. Nicht wundern, wenn ihr in Melaka einen frisch gepressten Mangosaft bestellt und eine grünliche, leicht säuerliche Flüssigkeit bekommt. Das ist der Saft aus einer grünen Mango. Haben wir aber auch nur in Melaka bekommen.
  1. In Malaysia gibt es mehr Autos als Mopeds. Kannte ich von Vietnam oder auch Kambodscha nur andersrum.
  1. Die Klimaanlagen sind meist auf Temperatur „Eisschrank“ eingestellt. Bei einer Fährüberfahrt von Kuala Kedah nach Langkawi mussten wir direkt vor einer sitzen und während draußen um die 30 Grad waren, war die Klimaanlage auf 17 Grad eingestellt!
Klimanlage in der Fähre
  1. Die Fähren waren ungewohnt für uns. Ich kannte bisher nur solche, auf denen man draußen und drinnen sein konnte. In Malaysia aber hatte man feste Sitzplätze (wie im Flugzeug) und entweder waren die Fenster zu hoch zum Rausgucken oder es gab gar keine – was bei der Überfahrt nach Langkawi der Fall war. Wir saßen in dem untersten Raum und noch dazu direkt vor der Wand – die wir dann zwei Stunden lang anstarren durften (der Fernseher blieb aus). Hinzu kam, dass wir wohl ziemlich weit vor in der Fähre saßen, denn wir haben jede Welle gemerkt. Hinter uns wurden die – wie sagt man das nett – Brechbeutel von vielen Menschen in Anspruch genommen – was die Überfahrt auch nicht angenehmer machte. Ich war heilfroh, als wir endlich aussteigen konnten.
  2. In den Zügen gibt es Wagons die nur für Frauen sind – auf denen steht „coach for ladies only“. Außerdem gibt es Schilder, die erklären, wer einen „Lady Coach“ betreten darf: Zwei Frauen und Frau plus Kind sind ok. Männer sollten nicht einsteigen.

Dazu sind in den Wagons viele Dinge verboten: essen, trinken, küssen („Indecent Behaviour“) usw.


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