8,5 Monate Down Under: Unser Australien-Fazit


8,5 Monate Australien liegen hinter uns. Und wie war das nun so Down Under bei den Aussies? Ziemlich großartig! Und auch anstrengend. Und lustig. Ganz billig war es nicht. Aber toll 🙂 .

Was uns so gut gefallen hat? Da wären zum einen die Aussies. Die sind wirklich super nett – vom Busfahrer, über den Bahnhofsmitarbeiter bis hin zur Flyer-Verteilerin. In Australien haben wir selten grimmige Gesichter gesehen und dafür umso öfter ein freundliches „Hi, wie geht‘s“ bekommen.

Als Deutscher muss man sich daran erstmal gewöhnen. Wir fanden das aber super freundlich und gestört hat es uns nur manchmal in Klamottenläden, wenn die Verkäuferin oder der Verkäufer es nicht bei einem „Hi, how are you“ belassen hat, sondern danach auch noch wissen wollte, was man denn heute schon gemacht bzw. noch vor hat. Das ging mir immer zu weit.

An folgenden Wörtern kommt jedenfalls kein Australien-Touri vorbei: How are you oder How are you doing? No worries (kann für alles verwendet werden). Mate (es ist praktisch jeder euer Mate).

Sehr gut gefallen hat mir die Frühstücks-Kultur in Australien. Ob in Perth, Sydney, Brisbane oder Melbourne – überall gibt es wahnsinnig viele tolle Frühstücks-Cafés, deren Angebot weit über den bei uns so beliebten Brotkorb mit Käse- und Wurstauswahl hinausgeht (sogar in Grafton haben wir ein super süßes Café gefunden). Die leckeren Smoothie-Bowls, Avocado-, Waffel- und Slow Cooked Pork/Beef-Gerichte werde ich echt vermissen. Wenn da nicht die Sache mit der Selbstständigkeit wäre, würde ich sogar ein eigenes Café in Deutschland eröffnen wollen *träum*.

Zucchini-Fritters (Little Pantry in perth)
Zucchini-Fritters (The Little Pantry in Subiaco, Perth)
Hash Café in Melbourne
Reis-Kokos-Pudding und Waffeln im Hash Café in Melbourne
Waffeln mit hausgemachtem Honig-Eis im Shouk Café (Brisbane
Waffeln mit hausgemachtem Honig-Eis im Shouk Café (Brisbane)
Traumkombi: waffeln mit Bacon und Ei im Canvas Cafe in Fremantle
Traumkombi: Waffeln mit Bacon und Ei im Canvas Cafe in Fremantle, Perth
Rabbit in the Moon Café in Fremantle
Chia-Kokos-Pudding und Shakshuka im Rabbit in the Moon Café in Fremantle

Zu einem guten Frühstück gehört natürlich guter Kaffee. Und auch den gibt es in Australien (fast) überall. Die Aussies sind sogar sehr anspruchsvoll, wenn es um ihren Kaffee mit Milch geht. Cappuccino? Bitte mit ganz viel Milchschaum! Flat White? Mit Milch und nicht zu viel, aber auch ja nicht zu wenig Milchschaum! Latte? Mit weniger Milchschaum, als bei einem Flat White, aber ja nicht zu wenig. Zu Hause trinken sie dann allerdings Instant Coffee. Merkwürdig, oder?

Kaffee vom Katzencafé Purrth in Subiaco
Kaffee vom Katzencafé Purrth in Subiaco, Perth
Cappuccino und Süßkartoffel-Bownie (Pearth Organic Kitchen)
Cappuccino und Süßkartoffel-Brownie (Pearth Organic Kitchen, West Leederville, Perth)
Sonido in Melbourne
Sonido in Melbourne
Hash Coffee in Melbourne
Hash Coffee in Melbourne

Anders als in Deutschland gibt es in Australien statt Nutella die Vegemite oder Avocado-Option. Aussies (und auch wir) lieben Avocado-Brote (die Avos in Australien und auch hier in Neuseeland sind so lecker!). Basti ist auch von dem Brotaufstrich Vegemite (schmeckt wie ein sehr deftiger Brühwürfel) begeistert – ich eher nicht so. Es gibt auch Marmelade, die aber Jam heißt. Wenn ihr Marmelade bestellt, bekommt ihr eine Orangen-Marmelade.

Bleiben wir beim Essen: Basti hat in Australien seine Liebe zu Fleisch-Pies entdeckt. Mittlerweile müssen wir allerdings sagen, dass die Pies in Neuseeland so viel besser schmecken. Die Kiwis packen einfach viel mehr Fleisch und weniger Soße in die kleinen (fettigen) Teigtaschen – das schmeckt sogar mir ausgezeichnet.

Australier lieben ihr Fast Food. An Ketten wie Mc Donalds, Burger King (dort heißt es Hungry Jack’s) und KFC kommt keiner vorbei. Besonders gerne fahren die Aussies durch den Drive Through – und essen das Zeug dann auf dem Parkplatz im Auto! Ganz nach dem Motto: Ja nicht zu viel bewegen…

Nächster Punkt: Märkte. An Wochenenden finden eigentlich immer irgendwo Märkte statt, auf denen wir sehr gerne herumgestöbert und die ein oder anderen tollen lokalen und oft auch organischen Produkte gekauft haben. Besonders empfehlenswert ist übrigens der Queen Victoria Markt in Melbourne. Nur denkt bitte daran: Falls ihr dort Obst einkauft und danach nach Tasmanien wollt – das ist keine gute Idee (mussten wir auf die harte Tour lernen).

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Tasmanien. Diese kleine Insel im Süden Australiens war ein absolutes Highlight unserer Reise. Tasmanien ist so schön grün, wir haben sehr viele Tiere gesehen (u.a. süße Echidnas, Wallabys und sogar einen Wombat) und viel dazu gelernt haben wir außerdem bei der Besichtigung der Female Factory in Hobart und Port Arthur.

Von den Städten hat uns Melbourne am besten gefallen. Allerdings sind die Strände in Perth (in Westaustralien allgemein) viel viel schöner. Daher könnte ich mir auch am ehesten vorstellen in Fremantle (Perth) zu leben: Dort gibt es süße kleine Cafés, Strände, den Hafen, tolle kleine Shops und jede Woche finden die Fremantle Markets statt (pssst: Kurz vor Ladenschluss gibt es dort super günstige Angebote!).

Ein Highlight waren definitiv die vielen wilden Tiere, die wir gesehen haben. Ich sag nur: Papageien mitten in der Stadt! Wallabys und Kängurus im Wald/am Strand/auf Parkplätzen. Koalas! Wale! Einfach nur mega cool!

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Pinguin in Melbourne
Pinguin in Melbourne
Wald-Wallaby in Tasmanien
Wald-Wallaby in Tasmanien
Echidna
Echidna

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Diese kleinen Kerle haben wir in Brisbane gesehen
Diese kleinen Kerle haben wir in Brisbane gesehen
Und diese Echsen liegen gerne am Wegrand herum :)
Und diese Echsen liegen gerne in Busselton und Dunsborough am Wegrand herum 🙂

Was wir ein bisschen merkwürdig fanden, war, dass viele Aussies gerne barfuß durch die Gegend laufen. Das ist im ganzen Land völlig normal. Außerdem: Alkohol kann man in Australien nicht im Supermarkt, sondern nur im „Alkohol-Laden“ nebenan kaufen. Und so einen Bottleshop gibt es in jedem noch so kleinen Nest. Selbst, wenn es keinen großen Supermarkt gibt (Coles oder Woolworth), einen Bottleshop findet man eigentlich immer und überall.

Zum Schluss kurz noch etwas zum Wetter: Wir haben von April bis November in Perth gelebt. Minusgrade gab es zwar nicht, aber dennoch war der Winter (Juni, Juli, August) erstaunlich kalt – und lang (ungewöhnlich lang sogar). Ich war ja Kälte nach unserem Jahr in Asien gar nicht mehr gewöhnt und habe daher ganz schön gebibbert. Schuld daran war aber auch unsere Wohnung: Durch den riesigen Türspalt und die Luftlöcher in den Wänden pfiff der eisige Wind immer schön durch, sodass in unserer Wohnung permanent Eiszeit herrschte.

Das war aber nicht wirklich tragisch, denn einer meiner liebsten Beschäftigungen konnte ich auch bei frostigen Temperaturen nachgehen: spazieren am Strand…

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