Ayutthaya: historische Tempel und Kitsch


Ich hoffe, ihr habt noch nicht genug von wunderschönen und sehr alten Tempeln. Heute gibt es nämlich noch eine Ladung Tempel-Bilder – diesmal allerdings aus Ayutthaya. Auch diese Stadt ist ganz spontan auf unserer Reiseroute gelandet. Aus einem ganz einfachen Grund: Von Sukhothai aus ist es einfacher erstmal nach Ayutthaya zu gehen und von dort aus nach Kanchanaburi – unserem eigentlichen Ziel – zu fahren.

Geloht hat sich der Stop allemal, denn wir konnten zwei Tage lang auf Fahrrädern die Stadt erkunden und dabei die Tempelanlangen bewundern. Doch bevor ich euch diese Bilder zeige, möchte ich allen Low-Budget-Reisenden noch einen Tipp geben.

Von Sukhothai aus haben wir den 8:30-Uhr-Bus nach Ayutthaya genommen (227 Baht pro Person, ca. 6,30 Euro). Nach sechs Stunden Fahrt wurden wir dann einfach an der Autobahn rausgeschmissen. Dort warten natürlich viele Motorrad- und Auto-Taxis, um einen in die Stadt zu fahren. Aber die sind teuer. Also sind wir einfach mal auf die andere Straßenseite gelaufen und haben dort rumgefragt. Leider spricht dort niemand Englisch. Nicht einmal die vielen Schüler, die aus der Mall kamen. Die kicherten nur. Frustriert und leicht aggressiv (dass die Sonne direkt auf uns herabbrannte hat nicht zur Besserung der Situation beigetragen) haben wir nach nach ca. einer Stunde und langem Nachfragen herausbekommen, dass Minivans für 10 Baht pro Person in die Stadt fahren. In diese Minivans drängen sich viele Menschen. Da muss man gnadenlos sein und sich reindrücken – sonst kommt man dort nie weg. Im sehr engen Minivan hat uns dann auch niemand Platz gemacht, als wir mit unserem riesigen Gepäck ankamen. Nein, wir mussten uns nach ganz hinten durchdrücken!! Was tut man nicht alles, um Geld zu sparen…

Nun noch kurz etwas zu unserem Hostel, dem Ayutthaya Guesthouse, das ich hier loben möchte. Wir hatten ein sehr süßes Zimmer, das uns wieder mal gezeigt hat, wie gut wir als Paar miteinander auskommen. Denn ob die Toilette nun durch eine Tür, eine nicht schließbare Tür, gar nichts oder – wie in diesem Fall – durch einen Duschvorhang (der nicht lang genug ist) getrennt ist, macht uns mittlerweile gar nichts mehr aus 🙂 . Für das niedliche Zimmer haben wir 350 Baht pro Nacht gezahlt (knapp 10 Euro). Der Mann vom Hostel hat uns übrigens auch die Fahrräder von nebenan vermittelt. Für 40 Baht pro Rad konnten wir den ganzen Tag radeln – und das haben wir auch gemacht.

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So einen Fahrrad-Tag haben wir mit einem super Frühstück auf dem Markt (Backpacker-Viertel) begonnen. Dort gab es leckere Kokosbällchen, Kokospancakes, Sticky Rice mit Mango für mich und diverse Reis- und Suppengerichte für Basti. Abends kann man auf dem Markt auch super essen, z. B. an einem ganz kleinen Reisnudel-Suppenstand in der Nähe der Kreuzung.

Mango mit Sticky Rice und Mini-Kokos-Pancakes
Mango mit Sticky Rice und Mini-Kokos-Pancakes
Eine der leckersten Suppen auf unserer bisherigen Reise
Eine der leckersten Suppen auf unserer bisherigen Reise

So, nun aber zu den Tempeln: Die konzentrieren sich, anders als in Sukhothai, nicht auf einen Historischen Park, sondern die Anlangen sind in ganz Ayutthaya verstreut – mit dem Fahrrad sehr gut zu erreichen. Uns wurde sogar von vielen Thais freundlich zugewunken – v.a. als wir am zweiten Tag zu den abgelegeneren Tempeln unterwegs waren, wo wir fast gar keine Touris mehr gesehen haben (und schon gar keine auf dem Rad).

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Unser letzter Stop an Tag eins war der Nachtmarkt, auf dem ich mein allererstes Grünes Curry überhaupt gegessen habe. Es war unglaublich lecker!

Grünes Curry
Grünes Curry

An Tag zwei haben wir uns die abgelegeneren Tempel angeschaut, endlich den liegenden Buddha gefunden, auf einem Schwimmenden Markt gegessen und eine sehr kitschige Tempelanlage entdeckt.

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An diesem Tag wollten wir am späten Nachmittag noch zum portugiesischen Dorf radeln, das schon ein ganzes Stück von der Innenstadt enfernt ist. Kurz vor dem Ziel – mitten im Nirgendwo – hatte Bastis Fahrrad dann einen Platten. Der Rückweg war demenstprechend lang… Bei der Rad-Rückgabe hat der Platten übrigens keine Rolle gespielt. Der Verleih war sehr locker drauf. Die wollten schon am Morgen weder Namen, noch Pass oder irgendetwas von uns. Bescheid sagen, Rad nehmen, Rad irgendwann zurückstellen (Zustand ist anscheinend egal) – das war’s! So mögen wir das 🙂 .


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