Chiang Rai: der Weiße Tempel und das Schwarze Haus


Von Chiang Rai wurde uns in Chiang Mai abgeraten. Laut einem Mitarbeiter unserer Unterkunft hätte Chiang Rai nichts zu bieten außer dem Weißen Tempel und den könnten wir uns ja im Rahmen einer Ganztagestour ansehen (die er logischerweiße organisiert). Wir sind natürlich trotzdem hingefahren – mit dem Bus für 280 Baht. Insgesamt waren wir dann sogar vier volle Tage in der Stadt. Warum es uns so gut gefallen hat und was wir außer dem Weißen Tempel noch besichtigt haben, verrate ich euch heute und in den nächsten Tagen.

Am ersten Tag sind wir durch die Stadt spaziert und haben uns alles angeguckt. Dabei fiel uns auf: was in Chiang Mai die Fruchshake-Stände waren, sind in Chiang Rai die Coffee Shops. Ihr könnt es euch bestimmt denken – ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen, meinen geliebten Banana-Coffee-Shake zu trinken.

Auffällig ist auch der große goldene Uhrenturm. Abends leuchtet er zur vollen Stunde in verschiedenen Farben und spielt Musik ab.

Uhrenturm tagsüber ...
Uhrenturm tagsüber …
... und abends
… und abends

Von dem Uhrenturm ist es nicht mehr weit zum Abendmarkt (fängt gegen 16 Uhr an). Den Abendmarkt (nicht zu verwechseln mit dem sehr touristischen Nachtmarkt) haben wir jeden Tag besucht. Dort gab es wieder das leckere Kürbisgemüse und ganz viele Obststände. Für ein Kilogramm Drachenfrucht (das sind vier Stück) haben wir 30 Baht (weniger als einen Euro) und für eine Papaya 35 Baht bezahlt. Verspeißt haben wir das Obst dann zum Frühstück, denn das war in unserer Unterkunft, dem Orchid Hotel, nicht mit dabei. Dafür haben wir für 350 Baht (knapp 10 Euro) pro Nacht ein Zimmer mit Bad, Klimaanlage, Handtüchern, Seife, zwei Flaschen Wasser pro Tag sowie kostenlosen Bananen, Tee und Kaffee bekommen.

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So sieht’s auf dem Abendmarkt aus

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Litschi-Berg
Litschi-Berg
In diesen Behältern war auch mein geliebtes Kürbisgemüse
In diesen Behältern war auch mein geliebtes Kürbisgemüse
Markt-Ausbeute (Tütenalarm!)
Markt-Ausbeute (Tütenalarm!)
Obst-Ausbeute
Obst-Ausbeute (Vitaminalarm!)

Frühstück war hier in Thailand übrigens noch in keiner Unterkunft mit dabei. Manchmal haben wir uns ein paar Snacks aus dem 7-Eleven geholt um morgens wenigstens etwas zu haben. In thailändischen Supermärkten gibt es u.a. einzeln (zuckersüß) verpackte Weißbrotscheiben, die bereits fertig geschmiert sind. Oder kleine gefüllte Milchbrötchen.

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In Chiang Rai gibt es auch noch einen überdachten Markt, auf dem man tagsüber allerlei Dinge kaufen kann. Unter anderem Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Blumen für die Tempel und Curry-Pasten.

Curry-Pasten
Curry-Pasten

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So, ihr wisst nun, dass man in Chiang Rai nicht verhungert. Neben dem vielen Essen gibt es aber auch viele schöne Tempel in der Stadt.

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Hasen mögen die Tempel auch :)
Hasen mögen die Tempel auch 🙂

Nach unserem Stadt-Tag haben wir uns an Tag zwei ein Moped ausgeliehen (für 150 Baht) und sind zu dem Weißen Tempel und dem Schwarzen Haus gefahren. Beides kostet keinen Eintritt und lohnt einen Besuch – auch wenn ich mir den Weißen Tempel, oder das Wat Rong Khun (so heißt der Tempel), viel größer vorgestellt hatte. Beeindruckend ist er natürlich trotzdem. Er sieht aus wie ein Märchentempel. Aber bei genauerer Betrachtung erkennt man viele Totenköpfe und andere skurrile Sachen (wie gruselige Masken an den Bäumen neben dem Tempel).

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Im Inneren des Tempels darf man leider nicht fotografieren. Aber ich verrate euch natürlich, was wir gesehen haben. Die Wände sind voll von bekannten Figuren: Spiderman, Harry Potter, Captain Jack Sparrow, Michael Jackson, der böse Masken-Typ aus „Saw“, usw.). Wirklich sehr ungewöhnlich, dieser Tempel.

Genauso ungewöhnlich und skurril wie der Weiße Tempel ist auch das Schwarze Haus. Im Inneren befinden sich mehrere Krokodil-Häute, Tierknochen und -felle. Auf dem Gelände werden zwei Riesenschlangen in einem Käfig gehalten und es gibt noch mehr merkwürdige Hütte zu sehen (in denen könnte man auch gut die Serie „Vikings“ drehen – oder was meint ihr?).

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Dafür, dass es in Chiang Rai nichts zu sehen gibt (außer den Weißen Tempel), haben wir in den ersten zwei Tagen doch schon einiges vor die Linse bekommen. Im nächsten Beitrag gibt’s weniger Skurriles, dafür mehr Natur.