Dalat: Bao Dais Sommerpalast, Herstellung von Seide und Verrücktes am Wasserfall

Bevor wir das Kapitel Vietnam auf dem Blog abschließen, habe ich noch einen letzten Dalat-Beitrag für euch (der hat so lang auf sich warten lassen, weil das Internet in Myanmar wirklich grausig sein kann und noch dazu ein Blitz das Internet in unserem Hotel am Inle See völlig lahm gelegt hat). Wie bereits angekündigt, geht es heute um den Sommerpalast von Bao Dai, wir zeigen euch, wie in Vietnam Seide hergestellt wird und nehmen euch mit zu einem der vielen Wasserfälle.

Los geht’s mit Bao Dai. Er war der letzte Herrscher der Nguyen-Dynastie (Nguyen ist übrigens ein sehr beliebter Name in Vietnam, auch für Straßen), ist allerdings 1955 ins Exil geflohen. Seit dem ist der Palast (einer von seinen drei Palästen in Dalat) vollständig erhalten geblieben. Erbaut wurde dieser hässliche Klotz (unter einem Palast stelle ich mir etwas hübscheres vor) in den 30er Jahren. Der Eintritt von 15.000 Dong pro Person (60 Cent) lohnt sich.

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Nach der Besichtigung kann man sich ein Moped leihen und zu einem der vielen Wasserfälle in der Umgebung Dalats fahren. Unser Ziel war der 35 Kilometer entfernte Elephant Wasserfall – allerdings haben wir den nicht gefunden. Dafür haben wir die herrliche Landschaft genossen, wunderschöne Kaffeeplantagen gesehen und einigen Frauen bei der Herstellung von Seide über die Schulter geschaut (für 10.000 Dong pro Person, 40 Cent).

Kaffeeplantage
Kaffeeplantage
Hier wird der geerntete Kaffee auf der Straße getrocknet
Hier wird der geerntete Kaffee neben der Straße getrocknet
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Seidenraupen
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Kokons der Raupen
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Die Kokons kommen ins Wasser und dort werden dann die Fäden herausgelöst

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Aufgerollte Seidenfäden, die dann zu Schals & Co. verarbeitet werden
Aufgerollte Seidenfäden, die dann zu Schals & Co. verarbeitet werden

Auf dem Rückweg sind wir dann doch noch an einem Wasserfall/Vergnügungspark vorbeigekommen: dem Dalanla Wasserfall (Eintritt: 20.000 Dong pro Person, 80 Cent). Wir sind zum Wasserfall gelaufen, andere haben die Rodelbahn genutzt (die einen übrigens auch wieder den Berg rauf bringt – Asiaten laufen einfach nicht gern). Es gibt zwei Wasserfälle. Den zweiten erreicht man in etwa 5 Minuten zu Fuß – oder aber man nimmt die Seilbahn (!), die im Schneckentempo fährt. Am zweiten Wasserfall angekommen, hat man einen super Ausblick auf den Wald. Wer noch weiter nach unten möchte kann entweder zu Fuß gehen – oder den Fahrstuhl (!!!) benutzen. Dazu fällt mir nun nichts mehr ein, außer: Asiaten …

Erster Wassefall
Erster Wassefall
Zweiter Wasserfall
Zweiter Wasserfall
Aussicht am zweiten Wasserfall
Aussicht am zweiten Wasserfall
Fahrstuhl
Fahrstuhl

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Diese Mopeds haben wir auf dem Rückweg überholt :) (typisch für Vietnam)
Diese Mopeds haben wir auf dem Rückweg überholt 🙂 (typisch für Vietnam)

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So, das waren sie – unsere Dalat-Tipps. Von Dalat aus haben wir den Bus nach Ho Chi Minh genommen (200.000 Dong pro Person, 8 Euro – günstiger wird es, wenn ihr die Tickets direkt am Busbahnhof kauft). Die 7-stündige Fahrt war ziemlich schrecklich, denn ich saß am Fenster, war somit fast die ganze Zeit der prallen Sonne ausgesetzt (Vorhänge gab es nicht) und hinter mir saß ein ungewöhnlich riesiger und auch dicker Vietnamese der mir die ganze Zeit sein Knie in den Rücken gedrückt hat.

In Ho Chi Minh hatten wir das Xuan Hue Hotel in der Nähe des Flughafens vorgebucht, da unser Flug mit Jetstar Pacific nach Singapur am nächsten Tag bereits um 9 Uhr abheben sollte. Die Gegend war echt super, denn in unmittelbare Nähe zu dem Hotel gibt es einen riesigen Markt mit günstigem Obst, Kokosnüssen und vietnamesischen Pfannkuchen.

Nach 2,5 Monaten in Vietnam fiel der Abschied nicht soooo schwer – zum einen, weil wir uns unglaublich auf Singapur und Mr Pies gefreut haben und zum anderen … das verrate ich euch das nächste Mal.