Warum ich euch Kampot Pfeffer ans Herz lege


Ihr Lieben, hier ist es in letzter Zeit sehr ruhig geworden. Das soll sich ganz bald wieder ändern. Wir sind zur Zeit einfach extrem beschäftigt – ich in der Arbeit, Basti mit seinem Studium und wir beide in der neuen Wohnung. Wir haben uns nämlich dafür entschieden, die Küche selbst zu konfigurieren und aufzubauen. Können wir so nicht weiterempfehlen. Details zu unserem Umzug verrate ich euch aber ein anderes Mal. Nur so viel sei gesagt: Wir nehmen hier in dieser Wohnung jede Schwierigkeit und jedes Ach-nee-das-darf-doch-jetzt-nicht-wahr-sein mit, was es so gibt.

In diesem Beitrag soll es aber um ein ganz anderes Thema gehen. Eines, das mich in sehr schönen Erinnerungen schwelgen lässt. Es geht um den kleinen kambodschanischen Ort Kampot, wo der beste Pfeffer der Welt angebaut wird. Das schreibe ich aus vollster Überzeugung! Doch von Anfang an…

Kampot Pfeffer
So sieht ein Pfeffer-Strauch aus

Es war einmal eine junge Frau, die das erste Mal allein in eine Wohnung zog (weg vom WG-Leben) und plötzlich feststellte, dass sie keine Gewürze besaß. Also ging sie los und suchte eine gefühlte Ewigkeit im Netto an der Münchener Leopoldstraße nach Pfeffer und Salz. Da die junge Frau nur von einem Praktikanten-Gehalt in München leben musste, entschied sie sich natürlich für die günstigsten Produkte, die sie finden konnte. Dieser eine Billig-Pfeffer begleitete sie dann über mehrere Jahre und Umzüge. Aus Pfeffer hat sie sich einfach nie viel gemacht.

Im Nachhinein ist das auch nicht wirklich verwunderlich, denn günstiger Pfeffer, der nicht frisch gemahlen wird, schmeckt einfach nach nichts. Oder seht ihr das anders? Ihr könnt es euch denken: Die junge Frau bin ich. Letztes Jahr im März zog es mich dann zusammen mit dem Basti ein zweites Mal ins wunderschöne Kambodscha. Ein Jahr waren wir damals bereits auf Weltreise – und Kambodscha war zusammen mit Singapur der krönende Abschluss unseres Asien-Jahres.

Wir hatten lange überlegt, ob wir nach Kampot oder Kep gehen – bzw. in welchem, der beiden Orte wir uns eine Unterkunft suchen sollten. Gerade mal 25 Kilometer trennen zwei südkambodschanischen Städtchen voneinander. Wir haben uns für Kampot als „Basis“ entschieden und von dort aus die Gegend erkundet. Warum ihr Kampot ebenfalls Kep vorziehen solltet, erfahrt ihr in diesem Blog-Beitrag.

Wenn ich an Kampot zurückdenke, denke ich an das wahnsinnig leckere Essen dort (ich sag nur Lab, Mangosalat, Wasserspinat und und und) und den Pfeffer, der in der Region angebaut wird. Die Besichtigung der Pfefferplantage Sothy‘s nördlich von Kep war wahnsinnig spannend und übrigens auch kostenlos. Neben jeder Menge Infos haben wir auch Pfeffer zum Probieren bekommen. Ich werde nie vergessen, wie begeistert ich vom Geschmack der kleinen Kügelchen war.

Und nun, 1,5 Jahre später bin ich auf Uncle‘s Pepperfarm aufmerksam geworden, die uns freundlicherweise den kostbaren Kampot-Pfeffer, den ihr auf dem Bild  sehen könnt, zur Verfügung gestellt haben. Ich bin sehr glücklich über diese erste Blog-Kooperation, denn sie passt einfach perfekt zu uns. Wir lieben Kambodscha, wir lieben die Menschen dort, das Essen und den Pfeffer. Daher freut es uns besonders, dass wir ein so tolles Projekt unterstützen dürfen.

Kampot Pfeffer

Kleine Pfeffer-Kunde

Uncle‘s Pepperfarm bezieht den Pfeffer von Sopha Phal und seiner Familie. Auf deren Farm wird großen Wert auf sozialen, nachhaltigen, natürlichen und fairen Anbau sowie Handel von Pfeffer gelegt und die Farmarbeiter bekommen laut Uncle‘s Pepperfarm „überdurchschnittlichen“ Lohn für ihre Handarbeit.

Ihr habt es vielleicht aus meinen letzten Beiträgen herauslesen können: Die Weltreise hat mich verändert und auch umdenken lassen. Ich finde es wichtig, keinen unnötigen Müll zu produzieren, weitestgehend auf Plastiktüten zu verzichten und keine Nahrungsmittel wegzuschmeißen. Außerdem setze ich auf Fair-Trade-Produkte, denn ich möchte, dass die Menschen, die auf Bananen-, Kaffee-, Kakao- oder eben Pfeffer-Plantagen hart arbeiten, dafür auch gerecht bezahlt werden und vernünftige Arbeitsbedingungen haben. Dafür zahle ich dann auch gerne mehr.

Vor allem, da ich weiß, dass auf vielen Pfefferfarmen in Kambodscha Handarbeit angesagt ist. So auch auf der Farm, von der Uncle‘s Pepperfarm seinen Pfeffer bezieht. Dort wird auf chemische Hilfsmittel verzichtet und der Pfeffer von Hand verlesen und aussortiert.

Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen…

Und wie der sortiert wird: Vor der Sonnentrocknung werden von Fäulnis betroffene, unreife oder nicht verwendbare Körner herausgelesen. Nach der Trocknung werden diese unzählbaren kleinen Körnchen nochmals sortiert und gereinigt, bevor sie in einer letzten Qualitätsprüfung erneut mit der Pinzette (!) genauestens angeschaut werden.

Schwarzer Pfeffer wird übrigens bereits gepflückt, wenn sich die grünen Pfefferbeeren am Strauch langsam gelb färben. Die schwarze Farbe kommt dann durch die Trocknung in der Sonne.

Roter Pfeffer stammt hingegen von den Beeren, die am längst am Strauch hängen. Das Aroma des roten Pfeffers ist eher mild und süßlich-holzig, während der schwarze eine sanfte Schärfe mit sich bringt. Den Unterschied schmeckt man übrigens tatsächlich!

Und dann gibt es da noch den Weißen Kampot Pfeffer. Für diesen eher zitronig schmeckenden Pfeffer werden einige der frischen roten Körner für ein paar Tage in Wasser gelegt. Dadurch löst sich das Fruchtfleisch und übrig bleiben die weißen Körner, die dann ebenfalls in der Sonne getrocknet werden.

Kampot Pfeffer
Hier trocknen die Pfefferkörner gerade unter Kambodschas heißer Sonne

Wir empfehlen euch dringend, diesen Pfeffer einmal auszuprobieren. Besser noch: Fahrt ins wunderschöne Kambodscha und schaut euch die Farmen selbst an. Ihr werdet es nicht bereuen!

Das nächste Mal verrate ich euch noch ein paar leckere und super einfache Pfeffer-Rezepte. Bis dahin, schaut doch mal auf www.unclespepper.com vorbei. So hübsch verpackter Pfeffer bietet sich ja auch super als Weihnachtsgeschenk an 😉 .

 


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