Karibik: Strand-Guide und Essens-Tipps für Curaçao


In die Karibik habe ich mich bereits im zarten Alter von 14 Jahren verliebt. Damals nahmen mich meine Eltern mit in die Dominikanische Republik. Dieser Urlaub zählt für mich immer noch zu den schönsten meines Lebens. Und auch 14 Jahre später hat mich die Karibik wieder schwer beeindruckt – mit ihrer Schönheit. Diese unglaublich tollen Strände und das türkisfarbene Wasser – ein Traum!

Ursprünglich wollten wir von Brasilien aus nach Kuba fliegen. Aber das ist nicht nur kompliziert, sondern auch sehr teuer. Man glaubt es kaum: Es ist tatsächlich günstiger von Deutschland aus einen Kuba-Urlaub zu buchen, als vom Quasi-Nachbarland Brasilien. Eine Möglichkeit wäre jedenfalls gewesen, von Manaus (Brasilien) über Curaçao nach Kuba zu fliegen. Da lag es natürlich nahe, dass wir uns die kleine Insel auch anschauen. Also haben wir erstmal nur den Flug nach Willemstad gebucht, uns für eine Woche ein Airbnb-Apartment (Bonavista Apartments) und ein Auto bei National gemietet. Ohne Auto kommt man auf der Insel leider nur sehr schlecht von A nach B. Wie unsere wunderschöne Apartment-Anlage aussah, hatte ich euch ja bereits in diesem Beitrag gezeigt. Wir haben übrigens fast jeden Abend einen Kolibri (!!) auf unserer Terrasse beobachten können (wie cool ist das denn?!).

In der Bonavista-Anlage
Den echten Kolibri haben wir nicht vor die Linse bekommen – aber das Geld sieht auch hübsch aus 🙂

Nach unserer Ankunft morgens um 9 Uhr (über 3 Stunden später als geplant) und einer Nacht ohne Schlaf (Insel Air sei Dank) haben wir uns erstmal ein Café in Willemstad gesucht – und auch gleich einen Volltreffer gelandet. Das La Boheme in der Columbusstraat (Stadtteil Punda) bietet neben mega leckerem Essen auch tolle Smoothies, die frisch zubereitet werden. Für 2 Arepas (das sind gefüllte Mais-Teigfladen – sehr zu empfehlen), 2 große (leckere) Kaffees und einen Smoothie haben wir dort gerade mal 32 Gulden gezahlt (ca. 15 Euro). Die vergangene Nacht auf dem Flughafen war so schnell vergessen 😉 . Achtung: Sonntags haben in Willemstad die meisten Geschäfte trotz massig Kreuzfahrt-Touris zu! Das war ein kleiner Schock für uns.

Pancakes im La Boheme

Da wir gerade bei meinem Lieblingsthema sind: Ihr solltet unbedingt auch in der alten Markthalle vorbeischauen. Dort gibt‘s lokale Gerichte für wenig Geld. Allerdings nur bis 15 Uhr! Ich wollte eigentlich die Kaktus-Suppe probieren, aber dafür waren wir zu spät dran. Die Suppe soll sehr schleimig sein und den meisten Ausländern nicht schmecken. Ich habe dann einen Papaya-Stew (eine Art Eintopf) mit afrikanischen Gurken und Kartoffeln und Funchi (Polenta) gegessen. Die Polenta hatte gar keinen Geschmack (die Polenta von Elenas Familie in Italien war so viel besser), der Eintopf war lecker. Auch für die Kürbis-Pfannkuchen waren wir zu spät dran, was mir ein wenig den Nachmittag verdorben hat, denn ich liebe Pfannkuchen und ich liebe Kürbisgerichte.

Curaçao bietet sehr viele wunderschöne Strände. Wir haben uns die meisten angesehen und deswegen gibt‘s nun einen kleinen Strand-Guide 🙂 . Wir fangen mit den „weniger schönen“ (eigentlich sind alle toll) an und heben uns den besten für den Schluss auf.

Der Boka Sami Beach ist der einzige Strand, an dem wir unsere Handtücher nicht ausgerollt haben. Denn obwohl das Wasser dort traumhaft türkis und klar ist, bietet der winzige Strand nichts und man guckt direkt auf eine Ölplattform. Diese Bucht war als Fischerort beschrieben, aber es gibt dort nicht wirklich etwas. Viel schöner ist es etwa 2 km weiter westlich am Kokomo Beach (ca. 15 km westlich von Willemstad). 15 Gulden kosten 2 Liegen (ca. 7 Euro), es gibt ein paar Schirme, Bäume als Schattenspender und eine Bar/Restaurant. Bei Tauchern ist diese Bucht sehr beliebt. Wir fanden es dort ganz nett, aber es gibt definitiv schönere Badebuchten auf Curaçao.

Kokomo Beach

Zum Beispiel die Pirate Bay. Sie liegt etwa 9 km westlich von Willemstad und ist eine sehr entzückende kleine Bucht. Schirme gibt‘s dort leider nicht so viele, deswegen sollte man früh dran sein. Wir haben uns unter den großen Baum gelegt – das war auch ok. Unser Highlight: Von der Liege aus – die kostet inklusive Eintritt 5 US-Dollar (in Aruba kann man mit US-Dollar oder Gulden zahlen) – haben wir in weiter Ferne Delfine erspähen können!

Ziemlich weit im Südwesten der Insel liegt der Cas Abao Beach. Die Anfahrt ist sehr holprig, da das letzte Stück Weg nur eine Schotterpiste ist. Dieser sehr große Strandabschnitt bietet viele Liegen (leider nur weiße Plastikliegen), genug Schattenplätze, tollen Sand und herrliches Wasser. Die Essens-Auswahl ist leider nicht so super (Pommes, Sandwich, Frikandel). Bezahlen mussten wir nur 10 Gulden Parkgebühr (ca. 4,50 Euro).

Auf dem Weg zu diesem Strand solltet ihr definitiv einen Stop bei den Flamingos einplanen. Bei der Offline-Karten-App Maps.Me sind die Flamingo-Areas sogar eingezeichnet. Aber auch ohne die Karte solltet ihr die farbenfrohen Tiere erspähen können 😉 .

Diesen Kerlen sind wir öfters mal begegnet 🙂

Flamingos

So trocken ist es auf Curaçao (deswegen wächst dort übrigens kaum Obst)

Eine ganze Stunde Fahrt müsst ihr von Willemstad zum Kenepa Grandi Beach (kurz vor Westpunt) einplanen. Die kleine Bucht dort ist wunderschön (dieses Wasser!!), aber die vielen Korallen machen den Gang ins Wasser zu einer einzigen (sehr uneleganten) Wackel- und Aua-Partie. Eine Liege kostet 7,50 Gulden. Der Kenepa Grandi Beach war der einzige Strand, an dem wir für die Toiletten extra zahlen mussten – und dabei waren sie in keinem guten Zustand. An allen anderen Stränden gab es super ordentliche Toiletten- und Dusch-Häuschen. Gepunktet hat die Bucht bei mir mit dem kleinen Smoothie-Stand. Nur an diesem Strand habe ich einen frisch zubereiteten Smoothie bekommen (hergestellt aus frischen Früchten und nicht aus Fertig-Säften).

Wenn ihr schonmal dort seid, könnt ihr übrigens auch gleich noch bis zum Westpunt, dem westlichsten Punkt der Insel, fahren. Dort habt ihr einen tollen Blick auf die raue See. Das Wasser ist nämlich nur im Süden der Insel so ruhig und klar.

Am Westpunt

Etwa 5 km östlich von Willemstad befinden sich der Mambo und der Sea Aquarium Beach. Dort gibt es mehrere kleine Shops und sogar einen Starbucks. Außerdem kann man dort Seelöwen und Delfine, die in einem (viel zu kleinen!) eingezäunten Bereich leben, beobachten. Die Sea-Aquarium-Beach-Bucht ist sehr klein, es gibt Liegen mit Schirmen (wenn ihr vor 12 Uhr da seid), der Strand ist super und das Wasser der Bucht ist sehr ruhig, da es von einem Riff abgegrenzt wird. Wir haben im März 2017 6 Gulden Eintritt bezahlt und dann nochmal 6 Gulden pro Liege (inklusive Schirm und 1 Getränk).

Unser Favorit war die Porto Marie Bay. In dieser traumhaften und sehr langen Bucht gibt es bunte Liegen, viele Schattenmöglichkeiten, einen süßen kleinen Shop mit tollen Sachen, Toiletten, Duschen, Restaurant, Bar und Parkplatz für 11 Gulden (5 Euro).

Zu guter Letzt: Nicht nur die Strände sind auf Curaçao echte Hingucker, auch Willemstad selbst ist eine Reise wert. Dort reiht sich ein niedliches farbenfrohes Haus an das nächste.

Dushi ist Papiamento (die Sprache der Einheimischen, neben Holländisch) und hat viele Bedeutungen (u.a. Schatz, lieb und Danke)


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