Kratie: Irawadi-Delfine im Mekong und 463 km in 12 Stunden


Der beste Ort um die seltene Irawadi-Delfine zu sehen, ist Kampi bei Kratie in Kambodscha. WĂ€hrend wir von den im Mekong lebenden Tieren in Laos nur einen winzigen Teil in einiger Entfernung gesehen haben, konnten wir sie in Kampi richtig beobachten. Unser Start in Kambodscha war also ziemlich fantastisch 🙂 . Zwar sind diese Delfine scheu und sie springen auch nicht, dafĂŒr konnten wir Flossen, RĂŒcken und manchmal sogar das Gesicht beim Auftauchen sehen. FĂŒr mich war das definitiv ein Highlight unserer Reise!

Unser Beobachtungspunkt
Unser Beobachtungspunkt

Kratie ist ein sehr entspannter Ort, der etwa 4 Bus-Stunden sĂŒdlich der laotischen Grenze liegt. Wir hatten von unserem Hotel aus, dem Oudom Sambath Hotel (7 US-Dollar pro Nacht), einen wunderbaren Blick auf den Mekong.

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Auf der Insel, die ihr da im Fluss seht, kann man wohl ganz entspannt mit dem Fahrrad herumfahren. Wir haben das nicht gemacht, weil es Ende Februar einfach viel zu heiß war. Was wir gemacht haben, ist eine Moped-Tour, die uns zunĂ€chst zur etwa 35 Kilometer entfernten 100 Pillars Pagoda gefĂŒhrt hat. Direkt gegenĂŒber von der Pagode könnt ihr euch mit einer leckeren Kokosnuss am Mekong erfrischen.

100 Pillars Pagoda von außen...
100 Pillars Pagoda von außen…
... und von Innen
… und von innen

Auf dem RĂŒckweg haben wir in Kampi angehalten. Dort gibt es einen super entspannten HĂ€ngematten-Platz, wo wir auch gebadet haben (Frauen sollten sich ein T-Shirt ĂŒber den Bikini ziehen, da dort auch viele Einheimische baden). Eine Frau hat uns auch mit (nicht ĂŒberteuerten) Snacks und GetrĂ€nken versorgt.

Auf dem Weg zu den HÀngematten sind wir an diesen Fischer-Körben vorbeigekommen
Auf dem Weg zu den HÀngematten sind wir an diesen Fischer-Körben vorbeigekommen
Bei den Kampi Rapids gibt's genug HĂ€ngematten fĂŒr alle :)
Bei den Kampi Rapids gibt’s genug HĂ€ngematten fĂŒr alle 🙂

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Gegen 15:30 Uhr sind wir dann zum Bootsanleger gefahren (der ganz in der NĂ€he der HĂ€ngematten ist). FĂŒr 9 US-Dollar pro Person haben wir uns ein Boot gemietet (es wird billiger, wenn die Gruppe grĂ¶ĂŸer ist) und sind zu den Delfinen gefahren. Die wir auch tatsĂ€chlich gesehen haben, wie ihr ja bereits wisst. Ein Beweis-Foto habe ich nicht, denn es ist unglaublich schwer im richtigen Moment abzudrĂŒcken und ich wollte diesen fĂŒr mich besonderen Moment einfach nur genießen und nicht hinter der Kamera-Linse verbringen.

Ein weiteres Highlight in Kratie war fĂŒr uns der vietnamesische Kaffee. Und ihr wisst ja, wie sehr wir den lieben 🙂 . Wir hĂ€tten niemals gedacht, ihn außerhalb von Vietnam zu finden. Aber wir haben es geschafft. Und zwar gibt es den super leckeren Eiskaffee mit sĂŒĂŸer Kondensmilch schrĂ€g gegenĂŒber von dem Tokae Restaurant (dort haben wir uns ĂŒbrigens das Moped fĂŒr 6 US-Dollar am Tag ausgeliehen). In dem vietnamesischen CafĂ© sitzen nur Einheimische, es stehen LiegestĂŒhle draußen und drinnen laufen auf 3 verschieden Fernsehern lautstark 3 unterschiedliche Programme. Das beste an dem Laden: Wir haben Tee ohne Ende zum Kaffee dazu bekommen. Kostenlos.

Neben dem CafĂ© gibt es ĂŒbrigens eine WĂ€scherei, wo wir pro Kilogramm WĂ€sche 1 US-Dollar gezahlt und die WĂ€sche noch am gleichen Tag sauber und gebĂŒgelt zurĂŒckbekommen haben.

Von Kratie aus wollten wir als NĂ€chstes ins 463 Kilometer entfernte Kampot (SĂŒd-Kambodscha) fahren. Die Bus-Tickets haben uns jeweils 15 US-Dollar – und einiges an Nerven – gekostet. 7 Uhr morgens ging es los. An dieser Stelle empfehlen wir, an einem der vielen StĂ€nde am Mekong Klebereis im Bambusrohr zu kaufen. Ist ein super FrĂŒhstĂŒck/Snack. Die Busfahrt nach Kampot dauert nĂ€mlich den ganzen Tag! Ihr mĂŒsst in Phnom Penh umsteigen und die Daumen drĂŒcken, dass der Bus dort auch auf euch wartet. Denn der Bus aus Kratie kommt definitv zu spĂ€t (trotz Zeitdruck werden sehr entspannte Pausen eingelegt). Bei uns hat zum GlĂŒck alles geklappt, sodass wir um 19:30 Uhr in Kampot ankamen. Ja, genau. FĂŒr 463 Kilometer Strecke haben wir ĂŒber 12 Stunden gebraucht!

Den Klebereis muss man aus dem Bambusrohr herausschÀlen
Den Klebereis muss man aus dem Bambusrohr herausschÀlen

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