Neuseelands Südinsel: Christchurch, Akaroa, Roadtrip-Tipps und Alpakas

Christchurch. Im Januar waren wir dort – mir kommt es allerdings so vor, als wäre das schon mindestens ein halbes Jahr her. In diesem Jahr sind einfach so viele wahnsinnig schöne Eindrücke auf uns niedergeprasselt, dass ich das immer noch nicht richtig fassen, geschweige denn verarbeiten kann.

Erinnern kann ich mich aber schon noch an die Stadt 🙂 . Vor allem an das kalt-nasse Wetter (mitten im neuseeländischen Sommer wohlgemerkt).

Spätestens seit dem verheerenden Erdbeben im Februar 2011 dürfte jeder schon mal von der Stadt gehört haben. 185 Menschen sind damals gestorben. Für jedes Opfer wurde in der Innenstadt ein weißer Stuhl aufgestellt – eine sehr schönes Andenken, wie ich finde.

Ein Überbleibsel von der Zeit nach dem Beben sind die bunten Container-Shops der Re:Start Mall, die immer noch die Innenstadt schmücken und wirklich süße Sachen verkaufen. Außerdem gab es dort – passend zum Wetter – heißen Saft, an dem wir uns wärmen konnten.

Einen Regentag kann man in Christchurch ganz gut mit einem Besuch im riesigen und kostenlosen Canterbury Museum verbringen. Ein anschließender Spaziergang im Botanischen Garten und im North Hagley Park ist auch empfehlenswert – sogar bei schlechtem Wetter. Angeschaut haben wir uns außerdem eine durch das Erdbeben völlig zerstörte Kirche und einen schönen alten Glockenturm (Iron Clock Tower).

Sehr hübsch sind außerdem die Stadtviertel Lyttelton und Sumner, wo wir ein super Airbnb-Zimmer hatten. Gewohnt haben wir dort mit einem Paar aus Kanada, das uns einen Trip ins ca. 80 km entfernte Akaroa schmackhaft gemacht hat. Zu recht. Der Ort ist wirklich total süß und in der Käserei, die ein paar Kilometer vor dem Ortseingang ausgeschildert ist, sollte man auf jeden Fall Halt machen.

Der Hafen von Lyttelton

Leider konnten wir nicht allzu viel Zeit in dem kleinen Ort mit viel französischem Einfluss verbringen, da wir am Abend bereits ein Airbnb in Dunedin gebucht hatten. Einen sehr guten Kaffee in einem kleinen Café/Shop an der Ecke (leider habe ich mir den Namen nicht aufgeschrieben, aber es duftet dort herrlich nach frischem Kaffee) und einen super Beef Pie in der örtlichen Butchery sollte sich jedoch niemand entgehen lassen. Auch landschaftlich lohnt sich der Weg.

Auf der Strecke von Christchurch ins etwa 370 km südlich gelegene Dunedin (die Studentenstadt war unser nächstes Ziel) gibt es einiges zu sehen: u.a. das Factory Outlet von der neuseeländischen Keksmarke Cookie Time (ich habe allerdings schon bessere Cookies gegessen) und das Örtchen Oamaru, wo man abends ab ca. 19 Uhr mit viel Glück Gelbaugen Pinguine und Seelöwen beobachten kann. Wir haben leider keine Pinguine gesehen, dafür lagen aber die faulen Seelöwen am Strand 🙂 .

Da unten am Strand liegt ein fetter Seelöwe

Weiter südlich warten die Moeraki Boulders am Strand. Das Highlight bei diesem Halt waren für uns allerdings nicht die riesigen, teilweise aufgebrochenen Steinkugeln, sondern die in der Nähe grasenden Alpakas!!! Soooo süß!

Spät abends sind wir dann in Dunedin angekommen. Unser Airbnb-Host hat uns übrigens eine Scenic Route (über Karitane) für das letzte Stück nach Dunedin empfohlen. Die Küstenstraße ist ausgeschrieben und wirklich sehenswert. Was man alles so an einem Tag schaffen kann 😉 .

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