Neuseelands Südinsel: Dunedins Cadbury-Fabrik und die steilste Straße der Welt


Auf die Studentenstadt Dunedin im Südosten Neuseelands hatte ich mich ganz besonders gefreut – und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Dort gibt es eine Schokoladenfabrik von Cadbury und die kann man auch besichtigen. Nach der Enttäuschung in Tasmanien stand diese Tour ganz oben auf meiner To-Do-Liste. Ob sich die Besichtigung tatsächlich lohnt, verrate ich später.

Dunedin bietet mehr als nur Schokolade. Es gibt dort u.a. die steilste Straße der Welt, die Baldwin Street, viele sehr hübsche Häuser, ein sehr beeindruckendes Bahnhofsgebäude, süße Cafés und eine wunderschöne Halbinsel.

Gewohnt haben wir – ihr erratet es bestimmt – mal wieder in einer Airbnb-Unterkunft. Und zwar in Pine Hill, einem etwa 5 km außerhalb des Zentrums liegenden Stadtteil. Von dort aus war es nicht weit bis zum Mount Cargill, von dem aus wir eine super Sicht über Dunedin und das Umland hatten. Den Berg kann man zu Fuß besteigen – muss man aber nicht 😉 . Ein mit dem Auto befahrbarer Schotterweg führt bis ganz nach oben.

Wer wie wir mit einem Mietauto in die Stadt fahren möchte, dem empfehlen wir, im Botanischen Garten zu parken. Das ist dort nämlich kostenlos – den ganzen Tag lang. Die restlichen 2,5 Kilometer in die Stadt hinein sind wir gelaufen – praktischerweise durch den sehr schönen Botansichen Garten (irgendwie müssen wir uns ja fit halten). Unser Weg hat uns auch immer durch das Uni-Gelände geführt, wo äußerst niedliche Häuser stehen. So ein Spaziergang lohnt sich!

In der Stadt ist das Bahnhofsgebäude ein echter Blickfang. Nicht weit davon findet samstags übrigens der Farmers Market statt, den ihr nicht verpassen solltet. Bis 12:30 Uhr werden dort frisches Obst (leckere Himbeeren!), Crêpe (mit selbstgemachten Marmeladen oder Aufstrichen), Wein und allerlei andere Dinge verkauft.

Vom Bahnhof ist es nur noch ein Katzensprung bis zur Cadbury Fabrik. Wir haben die Führung online gebucht – und das war auch gut so. Die Tour ist heiß begehrt und oft ausverkauft – vor allem wenn mal wieder ein Kreuzfahrt-Schiff im Hafen liegt.

Unser lieber Airbnb-Host hatte uns die Seite „bookme.co.nz“ empfohlen und dort haben wir dann insgesamt immerhin 5 Dollar gespart. Sparen kann man sich eigentlich die gesamte Tour, es sei denn, man hat Kinder dabei. Hinter die Kulissen schauen durften wir nicht wirklich – es gab nur ein paar kindgerecht aufgearbeitete Infos zur Schokoladenherstellung. Dazu haben wir sehr viel pappsüße Marshmallow-Schoki bekommen, auf die stehen die Kiwis nämlich besonders. Wir dagegen überhaupt nicht. Ich bevorzuge ja Zartbitter-Schokolade – und die habe ich mir dann immerhin im Shop kaufen können (war auch sehr lecker).

Im Ticket enthalten sind ein paar Prozent Rabatt für das Cadbury Café – und dieser Besuch lohnt sich tatsächlich. Mein Mocha war sehr lecker und dazu gab es sogar 2 Stückchen dunkle Schoki.

Cadbury-Fabrik
Mit diesen Autos wurde früher die Schokolade ausgeliefert
Im Café habe ich mal wieder Karten geschrieben

Das Stadtzentrum von Dunedin bildet ein Achteck. In einer Seitenstraße davon befindet sich ein sehr cooles Café: The Perc. Dort solltet ihr den Filterkaffee bestellen (nicht mit deutschem Filterkaffee zu vergleichen 😉 ). Nicht weit davon entfernt, steht die First Church of Otago, die wirklich beeindruckend aussieht.

Wo wir auch schon bei Otago wären. Otago ist eine sehr schöne Halbinsel, auf der u.a. Seelöwen leben. Ihr solltet die Küstenstraße an der Westseite unbedingt einmal abfahren (hoch bis zu den Seelöwen). Noch sehenswerter ist allerdings der Inlands-Weg…

Zu guter Letzt: die Baldwin Street. Diese Straße, die sogar im Guinness Buch der Rekorde steht, ist so steil, dass Touris es manchmal mit ihren Autos nicht schaffen, bis ganz nach oben zu fahren. Wir haben das mit unserem kleinen Leih-Mazda gar nicht erst ausprobiert, sondern sind hoch gelaufen.


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