Neuseelands Südinsel: Franz Josef hat mir die Sprache verschlagen

Ich bin ja ein sehr mitteilungsbedürftiger Mensch. Vor allem, wenn mir etwas richtig gut gefällt. Deswegen könnte ich auch niemals alleine reisen. Ich brauche nämlich immer jemanden neben mir, dem ich dann sagen kann: „Guck mal wie schön das ist! Ist das nicht wahnsinnig toll? Oh mein Gott sieht das hübsch aus“ usw. …

Der Franz-Josef-Gletscher in Neuseeland allerdings hat mir die Sprache verschlagen. Das kommt selten vor. Ich fand den Anblick einfach so wahnsinnig beeindruckend, dass ich erstmal gar nichts sagen, sondern nur gucken konnte.

Ihr müsst euch das so vorstellen: Man läuft da auf den Wanderwegen herum und befindet sich zunächst im Regenwald, dann wird es bergiger, die Vegetation karger und plötzlich – ohne Vorwarnung – sieht man den Gletscher aus der Ferne. Wenn man Glück hat (so wie wir) und die tief hängenden Wolken ihn nicht verdecken (so ging es einigen Besuchern nach uns). Das neuseeländische Sommer-Wetter hat sich auf der Südinsel nicht von seiner besten Seite gezeigt.

Der Gletscher, der übrigens von einem Deutschen nach dem österreichischen Kaiser Franz Josef I. benannt wurde, ist in den vergangenen 5 Jahren etwa 800 Meter zurückgegangen.

Genächtigt haben wir übrigens nicht in Franz Josef selbst (dort waren die Übernachtungsmöglichkeiten im Januar entweder überteuert oder ausgebucht), sondern in dem etwa 30 Kilometer nördlich gelegenen Mini-Ort Whataroa.

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