Neuseelands Südinsel: Te Anau, der Doubtful Sound und der Kepler Track


Fjorde habe ich bisher immer nur mit Norwegen in Verbindung gebracht. Doch es gibt sie auch in Neuseeland. Und zwar im Süden der Südinsel. Angeboten werden Touren zum Mildford und zum Doubtful Sound. Letzterer ist viel größer, schwerer zu erreichen und daher auch viel teurer. Trotzdem haben wir uns für genau diesen entschieden. Und noch etwas für uns ungewöhnliches haben wir getan: Wir haben die Frühaufsteher-Tour gebucht, die gegen 6:15 morgens startet.

Gelohnt hat es sich auf jeden Fall. Wir hatten perfektes Wetter, was im Fjordland Nebel und tief hängende Wolken bedeutet. Das gibt der wunderschönen Landschaft einen sehr mystischen Touch 🙂 .

Am frühen Morgen hat uns ein großer Bus mit einem äußerst netten Busfahrer am Hotel in Te Anau abgeholt (ja, das Kingsgate Hotel war tatsächlich günstiger als die Airbnbs) und uns zum Lake Manapouri gefahren. Den See haben wir mit einem Boot überquert, bevor unsere Gruppe mit einem Bus das letzte Stück zum Doubtful Sound gebracht wurde. Am See war der Himmel noch strahlend blau, am Fjord hingen die Wolken super tief, es war super kalt (ich hab die ganze Zeit einen dicken Schal getragen) und nebelig. Aber wie gesagt: bestes Fjord-Wetter!

Auf dem Boot gab es Kaffee, Tee und heiße Schoki für alle (ist im Tourpreis inbegriffen) – und die Getränke haben wir auch zum Aufwärmen gebraucht.

Wir hatten Glück, denn das Meer war ruhig genug, sodass wir zu einem Seelöwen-Felsen fahren konnten, auf dem sich tatsächlich unzählige der dicken Tiere tummelten. Auf dem Rückweg haben wir sogar Delfine beobachten können!! Orcas haben wir leider nicht gesehen (die gibt es dort nämlich auch), aber ich war auch so mehr als happy. Wie wunderschön und absolut beeindruckend die Landschaft ist, das zeige ich euch am besten einfach…

Nach unserer Tour wurde die Sicht übrigens immer schlechter – ich glaube, die Gruppe nach uns, hat fast nichts gesehen. Also lieber früh aufstehen! Gebucht haben wir über bookme.co.nz (wie auch schon unsere Cadbury-Tour). Gekostet hat der Spaß 431 Dollar – und er war jeden Cent wert!

Nach der Tour (sie endet gegen 15 Uhr) haben wir uns noch ein paar leckere Lamm- und Rindfleisch-Pies bei Miles Better Pies & more gekauft (findet ihr im Stadtzentrum von Te Anau). Diese Fleisch-Küchlein solltet ihr euch auf gar keinen Fall entgehen lassen. Ich war ja in Australien nicht unbedingt der größte Beef-Pie-Freund, aber in Neuseeland habe ich ständig welche gegessen. Die sind dort einfach so viel besser, denn die Kiwis packen weniger Soße, dafür aber mehr Fleisch in ihre Pies. So lecker!

Kepler Track

Von Te Anau aus lohnt sich nicht nur eine Tour zum Doubtful Sound, sondern auch eine zu den zahlreichen Wanderwegen in der Umgebung.

In Neuseeland gibt es viele große Wanderwege, die nur durch eine mehrtägige Tour zu erkunden sind. Einer dieser Wege ist der Kepler Track, nicht weit entfernt von Te Anau. Wir haben uns die erste Etappe vorgenommen: Gestartet sind wir etwa 5 Kilometer südwestlich von Te Anau und gelaufen sind wir bis auf 1031 Meter hoch (kurz vor der Luxmore Hütte). Ganze 22 Kilometer waren das insgesamt und gebraucht haben wir dafür ca. 6 Stunden.

Die ersten 5 Kilometer führen direkt am See Te Anau entlang. Danach beginnt der Aufstieg, der zwar anstrengend, aber gut zu schaffen ist.

Wer übrigens in der Hütte übernachten möchte, sollte beachten, dass diese in der Hauptreisezeit (also Januar) oft ausgebucht ist.


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