Philippinen: Reisezeit und Besonderheiten


Vier Wochen, drei Inseln, viel Körperkontakt, neue Mango-Dimensionen, eine Familie, eine Hochzeit und Fleisch ohne Ende – das waren die Philippinen. Ein Land, das sich extrem von den restlichen südostasiatischen Ländern unterscheidet (es ist u.a. morderner und teurer). Ein Land, das uns viel Freundlichkeit entgegenbrachte und das wir bestimmt noch einmal besuchen werden.

Die Flagge der Philippinen
Die Flagge der Philippinen

Dann wahrscheinlich wieder in der Regenzeit, denn wir hatten echt Glück mit dem Wetter. Bis auf die nassen Tage in El Nido und ein paar Schauer in Davao war es die meiste Zeit bedeckt, aber trocken. Und seien wir mal ehrlich, wer wie wir den ganzen Tag im Freien verbringt, ist äußert dankbar, wenn die Sonne mal nicht nonstop auf das eigene Haupt knallt.

Taifune haben uns im Regenmonat August zum Glück verschont – auch wenn wir die Ausläufer mitbekommen haben. Zur Hochzeit hatte sich sogar ein Super-Taifun angekündigt, dann aber doch einen anderen Kurs eingeschlagen.

Alles in allem können wir die Nebensaison auf den Philippinen durchaus empfehlen. Zumal die Preise in der Regenzeit auch niedriger sind (auch wenn niedrig immer noch hoch ist – im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern).

Falls ihr nun schon in Gedanken eure Reise auf die Philippnen plant, listen wir euch nun noch ein paar Dinge auf, die uns besonders aufgefallen sind.

1. Die meisten Philippiner verlassen ihr Heim nicht ohne ihr kleines Handtuch, das zum Schweiß abwischen und als Regenschutz taugt.

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2. Vegetarier haben es schwer in diesem Land, denn es gibt vor allem Fleisch mit Fleisch und Fleisch zu essen.

Natürlich gab es auch auf der Hochzeit genügend Fleisch für alle :)
Natürlich gab es auch auf der Hochzeit genügend Fleisch für alle 🙂

3. Neben Fleisch haben wir auch Süßkram im Überfluss gesehen: Kunstvolle Torten in Schaufenstern, gezuckerte Kartoffeln und Bananen am Straßenstand.

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4. Leider nicht im Überfluss gab es die wahrscheinlich besten Mangos der Welt. Ein paar Mal haben wir sie gekauft und diese unglaublich süße und unfassbar leckere Frucht gegessen (lieber essen und nicht im Shake trinken!). Aber komischerweise werden viel öfter unreife Mangos an Straßenständen verkauft. Dabei sind die reifen doch so viel besser!

Mangos_Philippinen_travel2eat

5. Die Menschen sind sehr freundlich in diesem Land und verteilen gerne Komplimente.

6. Wir wurden überall mit Madam/Sir angesprochen.

7. Die Freundlichkeit hört allerdings im Jeepney auf: da rückt niemand nach, auch wenn man sich voll bepackt zu seinem Sitzplatz durchquetschen muss. Wenn man dann endlich drin ist, sich keinen Zentimeter mehr bewegen kann und denkt „Jetzt passt aber wirklich niemand mehr hier rein“, kommen immer noch mindestens zwei Fahrgäste dazu.

Ich habe übrigens mehrmals versucht, mich genauso wie die Einheimischen zu verhalten und direkt am Ausgang sitzen zu bleiben – auch wenn Leute einsteigen. Ohne Erfolg! Ich habe es einfach nicht geschafft und bin jedes Mal weiter nach hinten gerückt, um den Leuten Platz zu machen.

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8. Das Gleiche gilt fürs Zugfahren: Sobald die Türen aufgehen, schiebt sich die wartende Menge ohne Rücksicht auf Verluste hinein. Vermutlich spannen die Security-Männer deswegen auch ein Seil entlang des Bahnsteigs (es fällt, sobald die Türen aufgehen).

9. Von den USA haben die Philippiner wohl ihre Liebe zu Fastfood übernommen.

Jollibee - nur eine der vielen Fastfood-Ketten
Jollibee – nur eine der vielen Fastfood-Ketten

10. Die Klimaanlagen sind immer extrem kalt eingestellt – auch das erinnert mich stark an meinen USA-Aufenthalt.

11. Mit der Pünktlichkeit nehmen es die Philippiner nicht so genau. Ich erinnere euch nur an Lovely: Um 7 Uhr morgens sollte sie anfangen, die Hochzeitsgäste zu frisieren. Gegen 10 Uhr war sie da. Die Zeremonie sollte um 15 Uhr beginnen, gegen 17 Uhr ging’s dann los. Usw..

12. Auf den Philippinen herrscht Rechtsverkehr. Daran mussten wir uns erstmal wieder gewöhnen, denn in Thailand und Indonesien sind wir immer auf der linken Straßenseite gefahren.

13. Die meisten Philippiner sind Christen. Und das merkt man auch. Ob auf Jeepneys oder Plakaten – an Jesus-Bildern kommt man in diesem Land nicht vorbei. Als wir bei der Familie der Braut zum Essen eingeladen waren, wurde sogar ein Tischgebet gesprochen.

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14. Wir haben auffallend viele spanische Touristen gesehen. In Indonesien gab’s hingegen sehr viele holländische Touris. Bereisen die etwa ihre früheren Kolonien?

15. Zum ersten Mal seit wir Deutschland verlassen haben, konnten wir wieder fernsehen. Sender wie HBO und AXN bringend den ganzen Tag Filme und Serien auf Englisch (u.a. die zweite Staffel von „True Detective“!!!). Von so einem Fernsehprogramm kann man in Deutschland nur träumen…

16. Auf Palawan gab es wieder einmal sehr viele freilaufende Hunde. Aber aus irgendeinem Grund waren die dort viel angenehmer und weniger bedrohlich als in Thailand.

Wer so niedlich ist, kann doch gar nicht gefährlich sein, oder?
Wer so niedlich ist, kann doch gar nicht gefährlich sein, oder?

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17. Philippiner essen Eis auch gern mal im Brötchen. Ja, das wird so verkauft. Brötchen auf, Eiskugeln rein. Das Ganze kommt dann in eine Plastiktüte zum Mitnehmen. Noch Fragen? 🙂

Eiswagen in Davao
Eiswagen in Davao

2 Gedanken zu “Philippinen: Reisezeit und Besonderheiten

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