Puerto Princesa: Endlich Insel-Feeling


Obwohl die Philippinen ausschließlich aus Inseln bestehen, stellte sich das Insel-Feeling erst auf Palawan ein. Auf Mindanao und Luzon hatten wir ja nur Großstädte besucht, die uns vergessen lassen haben, dass wir eigentlich auf einer Insel sind.

Strand und Meer haben wir zwar in Puerto Princesa, unserem ersten Stop auf Palawan, nicht gesehen, aber die Stadt war schon mal sehr viel kleiner und übersichtlicher als Davao oder Manila. Satt Straßen gab es staubige Wege, statt einer Skyline kleine Häuser und es gab bedeutend mehr Tricycles als Autos.

Auf Palawan gibt es gefühlt mehr Tricycles als Menschen
Auf Palawan gibt es gefühlt mehr Tricycles als Menschen

Die meisten Touris buchen von Puerto Princesa aus Touren zum Underground River oder der Honda Bay. Wir haben weder das eine noch das andere gemacht, sondern sind einen Tag lang in der Stadt herumgelaufen und am nächsten Morgen nach Sabang gefahren, um uns von dort aus den Underground River anzuschauen (ist günstiger und stressfreier, da die lange Anfahrt wegfällt).

Zu sehen gibt es in Puerto Princesa nicht wirklich viel. Fastfood-Fans kommen auf ihre Kosten: In einer Straße reihen sich McDonald’s, Jollibee (eine Art philippinisches McDonald’s), Chowking und Dunkin Donuts aneinander.

Jollibee__Puerto_Princesa_travel2eat

Chowking__Puerto_Princesa_travel2eat Dunkin_Donuts_Puerto_Princesa_travel2eat

An dieser Stelle muss ich gestehen, dass wir auch jeweils ein Mal im Jollibee und Chowking waren (man muss ja alles mal probieren!). Von Jollibee bin ich sehr enttäuscht. Überall wirbt dieser Laden mit einem Pancake-Sandwich (Pancake-Bacon-Ei-Pancake), aber als ich dann eins bestellen wollte, wusste die Mitarbeiterin nicht mal, was ich meine. Sie sagte immer nur: „Cake? Cake?“ Ich finde, die eigenen Produkte sollte man schon kennen, vor allem wenn sie überall auf riesigen Plakaten beworben werden. Wir haben dann nur einen HotDog (53 Peso, ca. 1 Euro) probiert. Der war ganz ok.

Viel besser hat es uns im Chowking gefallen. Dort habe ich für 53 Peso eine Nudelsuppe mit Wontons gegessen, die sehr gut geschmeckt und auch noch satt gemacht hat. Außerdem war die Mitarbeiterin viel netter und hilfsbereiter als die „Cake? Cake?“-Frau.

Wo wir gerade (mal wieder) beim Essen sind: Wer nach Puerto Princesa kommt, sollte sich auf jeden Fall ein paar Packungen Ube-Kuchen kaufen. Die gibt’s zum Beispiel im Convenience Store. Auf der Unbedingt-Essen-Liste stehen natürlich auch Mangos. Aber bitte nicht in Shake Form – ihr wisst ja warum.

Ube__Puerto_Princesa_travel2eat Mangos__Puerto_Princesa_travel2eat

Super Zwischendurch-Snack: Ube, Mango und Cashews
Super Zwischendurch-Snack: Ube, Mango und Cashews

Der abendliche Mini-Markt an der Kreuzung bietet eine ganz gute Auswahl an Gemüse, Fleisch und Frühlingsrollen. Viel besser sind allerdings die vietnamesischen Restaurants. Dort gibt es super gute Nudelsuppe mit Ei und Fleisch und unglaublich leckeres Knoblauch-Brot.

So, nun noch zu einer tatsächlichen Sehenswürdigkeit: In Puerto Princesa gibt’s eine wirklich hübsche Kirche. Sie ist blau, was aber nichts ungewöhnliches ist auf den Philippinen. Direkt neben der Kirche kann man sich ein schattiges Plätzchen in dem kleinen Park suchen und etwas über die Greueltaten der Japaner im Zweiten Weltkrieg erfahren. 1944 haben sie auf Palawan über 100 amerikanische Kriegsgefangene grausam ermordet.

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Etwas Sehenswertes gab es auch ganz in der Nähe der Kirche … 🙂 .

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Noch mehr Insel-Feeling gab es am nächsten Tag für uns. Mit dem Jeepney sind wir für 125 Peso pro Person (2,50 Euro) nach Sabang gefahren, wo wir dann endlich mal wieder am Strand liegen konnten.

Achtung: Wer wie wir von Puerto Princesa aus in den Norden der Insel reist, sollte in der Stadt genügend Bargeld abheben. In Sabang, Port Barton und El Nido haben wir keine ATMs gesehen!

Dieser Jeepney hat uns nach Sabang gebracht
Dieser Jeepney hat uns nach Sabang gebracht

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