Sukhothai: Mit dem Fahrrad durch wunderschöne Tempelanlagen

Sehr lang und ein wenig abenteuerlich war unsere Fahrt von Mae Hong Son nach Sukhothai. Wir hatten uns für die „unbequeme“, wärmere und damit auch günstigere Variante entschieden: mit einem öffentlichen Bus ging es um 8:30 Uhr morgens los (vom Teich aus sind wir ca. 20 Minuten zum Busbahnhof gelaufen). Erstes Ziel: Chiang Mai. Im Norden Thailands ist Chiang Mai der Knotenpunkt über den alles läuft. Man kommt zwangsläufig immer wieder in die Stadt zurück.

Auf der Strecke nach Chiang Mai – die wieder bergauf- und bergabwärts führt (viele steile Kurven inklusive) – hält der Bus öfters mal an. Unter anderem auch in Pai. Und hier kann ich nur jedem raten auf seinem Platz sitzen zu bleiben! Denn in Pai wurde unser Bus von Rucksack-Touris gestürmt. Viel zu viele Menschen wollten sich in viel zu wenig Platz hineinquetschen – und das ohne Rücksicht auf Verluste. Ein Thailänder hat den Fehler gemacht auszusteigen und als er wieder kam war sein Platz von einer Spanierin besetzt, die ihn partout nicht räumen wollte. Der arme Thailänder musste sich dann hinten in den Bus reinquetschen. Der Bus war so hoffnungslos überfüllt, dass der Busfahrer einige Touris wieder rauschmeißen wollte. Die weigerten sich allerdings. Sie stiegen erst aus, als die Polizei ankam! Das waren Zustände – unglaublich!

Warum es diesen Ansturm gab? Weil der öffentliche Bus nur ein Mal am Tag fährt und er viel günstiger ist, als der klimatisierte Minivan (133 Baht pro Person, ca. 3,70 Euro, vs. 250 Baht pro Person, ca. 6,90 Euro).

Nach etwa neun Stunden Fahrt kamen wir endlich in Chiang Mai an, wo wir direkt in den nächsten Bus steigen konnten. Zeit für ein Khao Soi war auch noch – das letzte Khao Soi unserer Thailand-Reise, denn das Gericht gibt es, sehr zu meinem Leidwesen, nur im Norden des Landes.

Der Bus war sehr komfortabel – mit breiten Sitzen, Decken, Snacks, Wasser, Sojamilch und Klimaanlage – aber mit 293 Baht pro Person auch teurer. Da es der letzte an diesem Tag war, mussten wir ihn nehmen (und waren auch gar nicht böse, denn so konnten wir wenigstens etwas schlafen).

Nach Mitternacht sind wir dann in Neu-Sukhothai ausgestiegen. Von der Stadt hatte ich vor unserem Thailand-Trip übrigens noch nie etwas gehört. Eine Freundin gab mir den Tipp. Ein Besuch lohnt sich wirklich, denn die Tempel im Historischen Park in Alt-Sukhothai sind wunderschön und sehr beeindruckend. Sie zählen zu den Welterbestätten der UNESCO.

Wir haben in Neu-Sukhothai übernachtet, weil wir dachten, in Alt-Sukhothai wären lediglich die Tempel und keine Essensmärkte. Allerdings verhungert man auch in Alt-Sukhothai nicht und wer sich die 20 minütige Fahrt zu den Tempeln sparen will (30 Baht pro Person mit dem Shuttle, also nicht ganz 1 Euro), sollte in Alt-Sukhothai übernachten. Neu-Sukhothai hat nicht wirklich etwas zu bieten, außer ein paar hübschen Tempeln und einem tollen Nachtmarkt (unbedingt den Mangosalat essen!).

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Alt-Sukhothai hingegen wartet mit dem Historischen Park und den vielen tollen Tempeln darin auf. Um diese alle zu besichtigen, haben wir uns ein Fahrrad ausgeliehen (30 Baht pro Person) und das würde ich auch jedem empfehlen. Es macht Spaß, man bekommt ein bisschen Fahrt-Wind unter der erbarmungslosen thailändischen Sonne ab und man kann sich viel mehr anschauen, denn das Tempel-Areal ist sehr groß. Es ist übrigens in verschiedenen Zonen aufgeteilt, für die man jeweils 100 Baht Eintritt zahlen muss. Wir haben uns an einem Tag zwei Zonen angeschaut und damit das wichtigste gesehen (hoffen wir zumindest 😉 ).

So, genug geschwärmt, jetzt gibt’s die Bilder:

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