Tasmanien: Unsere Tipps für Hobart


Unser Start in Australiens südlichstem Staat war kein guter – auch wenn uns die wunderschöne grüne Insel Tasmanien bereits vom Flugzeug aus begeistert hat. Eine Enttäuschung reihte sich an die nächste. Doch das änderte sich schnell.

An unserem Abflugtag sind wir morgens noch gemütlich über den Victoria Markt in Melbourne geschlendert und haben uns 10 Maracujas für nur 3 AUS-Dollar gekauft. Endlich mal wieder Maracujas! Was für ein Schnäppchen! Verspeisen wollten wir die am nächsten Morgen in Hobart, Tasmaniens Hauptstadt. Doch dummerweise mussten wir die Früchte direkt nach der Ankunft wegschmeißen, denn Obst nach Tasmanien einzuführen (selbst von Melbourne aus) ist verboten. Warum, ist mir schleierhaft und erfahren haben wir das auch erst eine halbe Stunde vor der Landung in Hobart (wir hatten also keine Möglichkeit mehr, die Früchte zu essen).

Immerhin war der Schnüffelhund am Flughafen unglaublich niedlich – meine Wut hat sich also schnell gelegt. Der Hund schnüffelt übrigens nicht nur euch und euer Handgepäck an, er läuft auch auf dem Gepäckband an jedem einzelnen aufgegeben Gepäckstück vorbei. Vom Reinschmuggeln raten wir daher ab.

Nächste Enttäuschung: Ich hatte mich so auf die Besichtigung der Cadbury Schokoladen-Fabrik (nördlich von Hobart) gefreut, doch als wir dort ankamen, fanden wir nur verblasste Plakate und ein Schild vor, auf dem stand: Für Touristen geschlossen. Keine Schokolade für Meli.

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Nächstes Ziel: die Moo Brewery. Auch die hatte leider zu. Kein Bier für den Basti.

Immerhin haben wir die Aussichten auf der Fahrt sehr genossen und bei unserem 3. Ziel, der Cascade Brewery, hatten wir dann Glück. Für 12 AUS-Dollar gab es 3 Biere für den Basti und 1 Cider für mich  – alles ganz und gar nicht enttäuschend. Dazu haben wir uns ein sehr leckeres Mittagessen gegönnt. Danach sind wir noch ein bisschen durch den wunderschönen Garten der Brauerei spaziert und zur Female Factory gelaufen.

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In der Female Factory wurden von 1828 bis 1856 weibliche Strafgefangene aus England eingesperrt und zum Arbeiten gezwungen. Verurteilt wurden sie u.a. wegen Diebstahl (gestohlen haben viele Frauen aber nur, um zu überleben) zu oft nicht weniger als 7 Jahren Haft. Wir legen jedem die Heritage Tour und Her Story ans Herz (das Kombiticket kostet 30 AUS-Dollar pro Person; mehr Infos findet ihr hier). Her Story ist ein interaktives Theaterstück, das das Leben einer Gefängnis-Insassin erzählt. Wunderbar gemacht und hochinteressant!

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Her Story
Her Story

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Empfehlen können wir auch die Aussichtspunkte auf dem Mount Wellington. Wir hatten Glück mit dem Wetter und eine super Sicht auf Hobart und die Umgebung.

Aussicht vom Mount Wellington
Aussicht vom Mount Wellington
Aussicht vom Mount Wellington
Aussicht vom Mount Wellington
Und so sieht's in Hobart aus...
Und so sieht’s in Hobart aus…

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In der Stadt wechselt sich hübsche alte Gebäude mit neueren Klötzen ab
In der Stadt wechseln sich hübsche alte Gebäude mit neueren Klötzen ab

Zu unseren Hobart-Tipps  zählen außerdem der Salamanca Markt, der jeden Samstag stattfindet, und der Farmgate Markt, auf dem ihr sonntags tolles Brot, Käse, Gemüse, guten Kaffee und viele andere Dinge bekommt. Etwas enttäuscht waren wir allerdings von der Auswahl der Käsestände auf beiden Märkten (es gab jeweils nur einen, aber der hatte immerhin super leckeren Käse). Dafür gab es u.a. viel Alkohol zum probieren (und natürlich kaufen) und eine große Auswahl an Honig.

Zum Schluss noch eine Essens-Empfehlung: Im sehr gemütlichen Sydney Hotel Pub gibt es nicht nur leckeres Bier (laut Basti) und Cider, sondern auch großartiges Essen (das Lamm war so zart) und super nette Kellner.

Nach Tasmanien geflogen sind wir übrigens mit Tigerair von Melbourne aus. Der Flug dauert nur eine gute Stunde. Es gibt auch eine Fährverbindung, aber die Überfahrt ist sauteuer und dauert ewig. In Hobart haben wir uns dann bei Redspot ein Auto für 12 Tage gemietet. In diesen knapp 2 Wochen haben wir sehr viel von der Insel gesehen – wir hätten aber auch noch 2 Wochen dort verbringen können.