USA: Wie wir uns ganz ohne Burger durch New York City geschlemmt haben


Wieder einmal habe ich es geschafft, mich mehrere Tage in Amerika aufzuhalten, ohne auch nur einen einzigen Burger zu essen. Ja, wirklich! Und dabei hatte ich mich so auf gerade die gefreut. Doch New York bietet einfach zu viele andere Essensmöglichkeiten. Immerhin habe ich einmal von Bastis (einzigem) Burger abgebissen. Und er hatte sich eigentlich vorgenommen, in JEDER Fast-Food-Kette mindestens einen zu essen.

Was also haben wir im Land der Burger getrieben? Hauptsächlich (Pastrami-)Sandwiches gegessen 🙂 . Und die waren so verdammt gut. Sehr ans Herz legen können wir euch Katz‘s Delicatessen in der East Houston Street. Ja, das ist nun wirklich kein Geheimtipp, ich weiß. Aber gerade weil Katz‘s so ein Touri-Magnet ist, möchten wir es euch empfehlen. Denn oft neigt man ja dazu, solche Touri-Hot-Spots zu meiden.

Hervorragende Sandwiches, diesmal italienische, mit ausgezeichnetem Schinken und hauchdünner Salami, gibt es auch im Chelsea Market. Den findet ihr im Westen von Manhatten. Am besten ihr spaziert vor dem Markt-Besuch die High Line entlang, so bekommt ihr richtig Hunger 😉 .

Mit Honig glasierte Möhren schmecken so gut (viel besser als Pommes)

Die High Line ist eine gut 2 Kilometer lange, zu einem Park umgebaute und schön bepflanzte Güterzugtrasse. Dort lässt es sich wunderbar entlangschlendern und sowohl die Sonne als auch die Aussicht auf einem der Liegestühle genießen. Übrigens war es für uns nach 2 Jahren in heißen Ländern extrem angenehm, das Gesicht einfach so (ohne Sonnenschutz) in die wärmende Sonne halten zu können. Ohne Angst vor Sonnenbrand. Einfach nur Sonne genießen. Herrlich.

Aussicht bis nach Jersey

Aussicht auf das Meat Packing District

Östlich vom Chelsea Market, etwa in der Mitte von Manhatten, befindet sich eine mexikanische Fast-Food-Kette, die ich bereits vor 7 Jahren lieben gelernt habe. Seit dem schwärme ich Basti vom besten Burrito der Welt vor, den ich genau da gegessen habe. Und unglaublich aber wahr, der Laden steht immer noch an gleicher Stelle. Wie ich mir das merken konnte? Weil das Empire State Building direkt daneben thront. Basti glaubt mir jetzt endlich.

Mexikanisch haben wir auch auf Staten Island gegessen. Nicht weit entfernt vom Haus unserer Airbnb-Hosts (Bilder hatte ich euch bereits in diesem Beitrag gezeigt) steht das Adobe Blues, das uns auch von eben jenen empfohlen wurde – und wir sind ihnen sehr dankbar dafür, denn das Essen war wirklich unglaublich lecker. Kaum hatten wir in dem gemütlichen Laden Platz genommen, wurde erstmal ein Korb voller Nacho-Chips und Salsa auf unseren Tisch gestellt. Kostenlos! Wir haben danach noch ein Chili mit Maisbrot, irgendetwas mit Ziegenkäse und einen Käsekuchen (ohne den geht es nicht) zum Nachtisch verdrückt. So so gut!

Auf Staten Island gibt es außerdem die schnuckelige Bella Giornata Luncheonette (154 Stuyvesant Place), in der wir sehr oft frühstücken waren. Das Diner befindet sich ganz in der Nähe der Fähr-Station und gleich um die Ecke vom Gavel Grill (dieses Diner hatten wir euch bereits hier empfohlen). Meistens entschieden wir uns im Bella Giornata für Bagels, Omelette und Porridge. Und natürlich viel Kaffee (der wirklich sehr lecker war). Ich habe es sogar ganz genau notiert: Für einen Bagel mit Frischkäse, ein Käse-Bacon-Spinat-Omelette, einen Zimt-Rosinen-Bagel mit Spinat-Feta-Eiweiß-Omelette, Oatmeal mit Walnüssen, Mandeln, Blaubeeren und 2 großen Kaffees haben wir gerade mal – Achtung – 18 US-Dollar gezahlt (und waren den ganzen Tag satt davon)!

Gefrühstückt haben wir außerdem im On Your Mark Café (639 Forest Ave, Staten Island). Dort werden Menschen mit Behinderungen gefördert. Das Essen war grandios! Und echt günstig. Ich habe dort Waffeln mit einer Zimt-Frischkäsecreme und ein Omelette gegessen. Beides war so unglaublich gut. Bei unserem nächsten New York Besuch steht dieses Café definitiv wieder auf unserer Liste.

Wer übrigens auf der Fähre von Staten Island nach Manhatten Hunger bekommt, kann sich an einem der Pizza-Stände bedienen – sowohl im Terminal auf Staten Island als auch in Manhatten. Die Pizzen sind riesig, verdammt lecker (ja, auch verdammt ungesund) und echt günstig. Für 6 US-Dollar hat Basti 2 Stücke bekommen und einen Softdrink. Den Corn Dog im Terminal in Manhatten kann ich allerdings nicht empfehlen. Da habe ich auf den Philippinen und auch in Thailand bessere gegessen.

Abraten können wir euch auch von dem Kaffee, den es bei Joe and the Juice gibt. Dort haben wir den einzig richtig schlechten Kaffee in New York getrunken. Jeder Diner-Kaffee war besser (und viel günstiger)! Wo wir gerade bei Enttäuschungen sind…

Harlem. 2 Jahre lang sind wir um die Welt gereist. Stempel von 18 verschiedenen Ländern schmücken unsere Reisepässe. Doch nur in New York City, in dem Stadtteil Harlem um genau zu sein, wurden wir beleidigt und beschimpft. Als wir durch das Viertel schlenderten, sprachen uns 2 schwarze Musiker an, die uns ihre CD verkaufen wollten. Wir unterhielten uns kurz mit ihnen – die waren echt super freundlich. Doch wenn wir auf unserer Weltreise jedem, der uns etwas verkaufen wollte, das auch abgekauft hätten, wären wir bereits nach einem halben Jahr Pleite gewesen. Wir lächelten also lieb, sagten sorry und wollten dann weiter unseres Weges gehen. Die 2 waren zwar sichtlich enttäuscht, aber sie sagten nichts weiter. Plötzlich kam ein dritter Schwarzer dazu und beschimpfte uns wild. Wir würden sie ja auslachen, weil sie schwarz wären und dann fing er mit Hitler an und beleidigte Basti aufs Übelste. Fassungslos starrten wir den Typ an und suchten schnell das Weite. Damit zählt New York neben Marokko zu den einzigen zwei Ländern, in denen wir in den vergangenen 5 Jahren böse beschimpft wurden. Traurig.

Den Tag haben wir uns aber nicht vermiesen lassen. Wir haben danach erstmal Tom‘s Restaurant (Seinfeld-Fans kenne es) einen Besuch abgestattet und uns an der strahlenden (und wärmenden) Sonne über der Stadt erfreut. Auf dem Weg zu Tom‘s sind wir an 2 riesigen Kathedralen vorbeigekommen. Kolossale Gebäude wie diese gibt es in New York sehr viele. Man findet sie ganz oft zwischen den Wolkenkratzern in Manhatten.

Später sind wir gemütlich durch den Central Park geschlendert, in dem wir Eichhörnchen entdeckt haben. Gestärkt haben wir uns zwischen durch an einem der vielen Hot-Dog-Stände. Ein großer Hot Dog mit Sauerkraut, Zwiebelsoße, sauren Gurken und Senf hat vor dem Metropolitan Museum of Art 5 US-Dollar gekostet (und war jeden Cent wert 😉 ). Zum Nachtisch gab‘s gebrannte Honig-Mandeln für 3 US-Dollar.

Neben Tom‘s Restaurant haben wir uns noch eine weitere Serien-Location angeschaut – und zwar Little Italy. Auf Reisen haben wir nämlich einmal komplett „Die Sopranos“ angeschaut und ich wollte nun in Little Italy endlich herausfinden, wie die in der Serie so oft erwähnten Canoli schmecken. Extrem süß, das kann ich euch verraten. In einem kleinen Restaurant in Little Italy haben wir uns außerdem Penne Arabiata und Eggplant Parmigana gegönnt. Das Essen war sehr lecker, aber Canoli werden wir wohl nicht noch einmal bestellen.

Bei unserem nächsten Besuch möchten wir auf jedem Fall dem italienischen Viertel in der Bronx (Arthur Avenue) einen Besuch abstatten. Wir hoffen, dass es dort nicht ganz so touristisch zugeht wie in Manhatten. Apropo Bronx. Dort waren wir auch. Aber nur im südlichen Teil des Viertels. Wir haben uns das Yankee Stadion angeschaut und sind danach noch ein wenig in der Umgebung spazieren gegangen.

So, nun hatte ich es ja bereits ganz am Anfang verraten: Einen einzigen Burger haben wir dann doch gegessen (also hauptsächlich der Basti). Und zwar in New Jersey bei Johnny Rockets in den Jersey Gardens. Der Burger war echt lecker. Dazu gab‘s ganz the american way einen Milkshake und Pommes (für nur 2 US-Dollar gab‘s unlimitted Fries). Und für mich 100%igen kolumbianischen Kaffee 🙂 . Die Mall können wir auch sehr empfehlen. Dort gibt es Nike-, Puma- und Roxy-Outlets – also  extrem günstige Klamotten und Schuhe. Dort hinzukommen ist dafür aber auch nicht leicht: Wir sind vom One World Trade Center aus mit den so genannten Path nach Newark gefahren (für 2,75 US-Dollar pro Person). Die Fahrt bis zur Penn Station hat etwa 25 Minuten gedauert. Mit dem Bus Nummer 40 ging es dann bis zur Mall, was auch nochmal eine gute halbe Stunde gedauert hat. Das Busticket mussten wir extra bezahlen (2,55 US-Dollar pro Fahrt), denn die NYC Metro Card, die wir uns für 7 Tage gekauft hatten, zählt in New Jersey nicht.

Auf uns genommen haben wir auch den weiten Weg bis nach Coney Island. Der Vergnügungspark war Ende März noch geschlossen, der Wind, der uns an der Strand-Promenade um die Ohren pfiff, war eisig und der berühmte Hot-Dog-Contest noch etliche Tage entfernt. Trotzdem war es schön, auch das mal gesehen zu haben.

Bevor ich diesen Beitrag mit Bildern von den typischen New Yorker Sehenswürdigkeiten abschließe, möchte ich euch DUMBO noch ans Herz legen. Nein, nicht den Elefanten, sondern das Gebiet um die Brooklyn und Manhatten Bridge (Down Under the Manhattan Bridge Overpass). Es gibt dort viele kleine individuelle Shops und die Aussicht auf Manhatten und die 2 Brücken ist super schön.

Zu guter Letzt: Geht unbedingt zum Broadway und schaut euch ein Musical an! Das war schon immer mein Traum und zu unserem 5. Jahrestag hat Basti mir den erfüllt. Angeschaut haben wir uns das wundervolle Musical Miss Saigon, das wirklich großartig ist. Die Karten haben wir erst ein paar Tage vorher online gekauft. Davon raten wir aber ab, denn Bastis Online-Bank-Account wurde daraufhin gehackt. Auf unseren jeweils 100 Dollar teuren Sitzen hatten wir eine gute Sicht, der Platz war aber ganz schön knapp bemessen. Basti hatte große Probleme seine langen Beine unterzubekommen und daher auch großes Glück, am Rand zu sitzen 🙂 .

Über die Brooklyn Bridge gehe ich immer wieder gerne

How sweet it is!
Brooklyn ist mein Lieblings-Stadtteil von NYC

One World Trade Center


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