Was Battambang zu bieten hat

Battambang ist eine ganz hübsche Stadt in West-Kambodscha, die nur 4 Busstunden von Siem Reap entfernt liegt. Und wie das so in Asien üblich ist, stürzen sich direkt nach der Ankuft unzählige Tuk-Tuk-Fahrer auf die Neuankömmlinge. In Battambang verlangen sie allerdings nur 1 US-Dollar für die Fahrt zum gewünschten Hotel. Unser Fahrer hat uns auch gleich sein Tour-Angebot in die Hand gedrückt. Normalerweise finden wir so etwas eher nervend und ziehen lieber unser eigenes Ding durch. Aber weil es auch in Battambang so unerträglich heiß und unser Tuk-Tuk-Fahrer sehr nett und nicht aufdringlich war, haben wir angebissen. An den folgenden zwei Tagen hat uns der junge Mann zu den Sehenswürdigkeiten rund um Battambang gefahren und uns auch ein paar interessante Dinge erzählt. Gekostet hat uns das (nach Verhandlungen) 25 US-Dollar.

Los ging es bereits um 8 Uhr morgens. Erstes Ziel: der Bambus-Zug. Diesmal habe ich mich übrigens nicht beschwert, früh aufstehen zu müssen, denn um diese Zeit war es noch halbwegs „angenehm“ draußen. Wir raten euch nicht nur aufgrund der Hitze früh zu dem Bambus-Zug zu fahren. Wer später kommt, muss nämlich mitten auf der Strecke öfter mal absteigen, denn die Fahrt ist keine Rundfahrt und es gibt Gegenverkehr (Schatten gibt es auf der Strecke nicht wirklich). Wir hatten Glück und konnten hinwärts durchfahren (der Fahrtwind war so angenehm). Zwar mussten wir auch auf dem Rückweg nicht absteigen, dafür aber mehrmals anhalten und warten, bis die entgegenkommenden Züge abgebaut waren.

Der Spaß kostet 10 US-Dollar, was sehr viel Geld in Kambodscha ist. Zusätzlich wird man dazu angehalten, seinem Fahrer am Schluss Trinkgeld zu geben, was ich schon wieder frech finde. Wirklich gelohnt hat sich die kurze Fahrt für das Geld nicht. Immerhin haben wir eine unglaublich liebe Frau an der Haltestelle getroffen. Die Haltestelle besteht aus sich aneinanderreihenden Verkaufsständen. Wir haben am letzten Stand eine Kokosnuss getrunken und von der Frau kostenlos Bananen bekommen. Außerdem hat sie uns zu ihrem Garten geschickt, wo wir uns einen sehr hübschen Seerosenteich ansehen konnten.

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Gegen 10 Uhr waren wir dann auch schon wieder im Hotel und haben uns bis zum Nachmittag nicht mehr aus unserem wunderbar klimatisierten Zimmer herausbewegt 🙂 . Nachmittags war nämlich sogar die Luft heiß. So heiß, dass selbst der Fahrtwind nicht mehr angenehm war.

Um halb vier ging unsere Tour weiter. Unser Fahrer brachte uns zu den Killing Caves. Naja, nicht ganz. Nur zum Fuße des Berges, auf den wir dann steigen durften (zum Glück war der Weg schattig). Wie der Name schon vermuten lässt, haben viele Menschen in der Höhle ihr Leben verloren – durch die Roten Khmer. In der Höhle sind die Schädel und Knochen der Toten aufgeschichtet. Rund um die Höhle befinden sich Tempel.

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Nach der Höhlenbesichtigung ging es noch weiter bergauf zu weiteren Tempeln und Affen (natürlich wieder die Affen, die wir nicht leiden können). Für die Besichtigung haben wir 2 US-Dollar an einen Polizisten gezahlt (der sich damit mit ziemlicher Sicherheit sein Gehalt aufbessert).

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Den (kürzeren) Rückweg von dem Berg sollte man spätestens um 17:15 Uhr antreten. Denn gegen 17:30 Uhr kann man vom Fuße des Berges aus beobachten, wie sich Millionen von Fledermäusen auf Futtersuche begeben. Insgesamt strömen etwa 5 Millionen Fledermäuse um diese Uhrzeit aus ihren Höhlen!

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Die schwarzen Punkte am Himmel - das sind die Fledermäuse
Die schwarzen Punkte am Himmel – das sind die Fledermäuse

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Am nächsten Morgen hat uns unserer Fahrer zu dem etwa 20 Kilometer entfernten Banan-Tempel gebracht, wo es tatsächlich ein Tickethäuschen gab und wir der Ticketverkäferin 4 US-Dollar gegeben und uns in eine Liste eintragen haben. Die Tempelüberreste aus dem 11. Jahrhundert befinden sich auf einem Hügel, zu dem gefühlt 1.000 Stufen führen. Weil wir so früh dran waren, hatten wir das kleine Areal fast für uns alleine.

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Auf dem Rückweg haben wir uns noch angeschaut, wie Klebereis im Bambusrohr hergestellt wird. Und zwar so: In ein Bambusrohr werden Reis, Kokosmilch und Bohnen gegeben. Das Ganze wird dann gegrillt. Danach wird das Rohr mit einer kleinen Axt bearbeitet, bis es ganz dünn ist (sodass sich der Bambus beim Essen abziehen lässt). Wieder einmal ziemlich harte Handarbeit.

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Unser Tuk Tuk
Unser Tuk Tuk

Was die Unterkünfte in Battambang betrifft, haben wir uns für das Senghout Hotel entschieden, das sich direkt neben dem großen Markt befindet. Für unser kleines schickes Zimmer mit Klimaanlage haben wir 15 US-Dollar bezahlt. Gefrühstückt haben wir jeden Tag auf dem Markt. Für 6 US-Dollar gab es super leckere Hühnchen-Gemüse-Reisnudelsuppe für mich, Reis mit Hühnchenfleisch für Basti und frische Papaya-Shakes für uns beide.

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Jeden Abend werden vor dem Markt zusätzliche Stände aufgebaut. Dort haben wir endlich mal wieder süßen Kokos-Klebereis kaufen können (eignet sich auch sehr gut als Unterwegs-Snack). Ganz in der Nähe des Marktes befindet sich auch ein kleines Café – es heißt Yummy Coffee – in dem wir authentischen vietnamesischen Eiskaffee bekommen haben (inklusive kostenlosen Tee für 1 US-Dollar).

Sehr empfehlen können wir außerdem einen kleinen Papayasalat-Stand direkt neben dem Eingang vom Senghout-Hotel. Dort gibt es super leckeren und v.a. authentischen Thai-Papayasalat zu fairen Preisen. Zu guter Letzt: Jeden Abend gibt es einen kleinem Markt am Fluss (auch ganz in der Nähe des großen Marktes) mit Sitzmöglichkeiten und sehr gutem Essen.

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