Westaustralien: Unsere Tipps für Albany


„Wie wahrscheinlich ist es schon, hier eine wilde Schlange zu sehen? Die meisten Australier haben bestimmt noch nie eine gesehen.“ Das waren Bastis Worte in Dunsborough. Auch wenn ich ebenfalls glaube, dass wir, bloß weil wir in Australien sind – wo es nunmal viele giftige und mir nicht so geheure Tiere gibt – nicht ständig irgendwelchen Schlangen über den Weg laufen, bin ich der Meinung, man sollte soetwas auf gar keinen Fall beschreien.

2 Tage später ist es dann passiert: Nach einem super interessanten Tag in der Historischen Walfang-Station in der Nähe von Albany und der Sichtung von super süßen Kängurus, einem schlafenden Koala und anderen felligen Gefährten im angrenzenden Tierpark, bekam ich einen riesigen Schreck und Gänsehaut am ganzen Körper. Warum? Weil sich eine Python genau in unseren Weg gelegt hat. Ja, eine wilde Schlange!!! Danke Basti!

Und hier das Beweisbild…

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Abgesehen davon hatte ich eine tolle Zeit in Albany. Die Stadt liegt gute 400 km südlich von Perth und bietet selbst nicht so viel – außer ein super gemachtes ANZAC Museum, von dem aus man auch noch eine wahnsinnig tolle Ausicht auf die Küste hat (wenn denn das Wetter mitspielt – in Albany regnet es nämlich öfter mal). ANZACS, dass sind die australischen und neuseeländischen Soldaten, die 1914 in den Krieg gezogen sind (über 40.000). Für 25 AUS-Dollar bekommt man einen Audio-Guide, auf dem man sich persönliche Geschichten von Soldaten anhören kann und eine Karte, auf dem ein Soldat abgebildet ist – dessen Geschichte kann man dann während des Rundgangs verfolgen. Wirklich lohnenswert!

Lohenswert ist auch eine Fahrt zu The Gap, Natural Bridge und The Blowholes (Torndirrup Nationalpark). Für The Gap wurde erst in diesem Frühjahr eine Plattform gebaut, die über den Fels hinausgeht. Von dort aus hatten wir einen super Blick in die 25 Meter tiefe Schlucht und das wunderschöne eisblaue Meerwasser, das dort seine ganze Kraft demonstriert. Natural Bridge ist – wie der Name schon sagt – eine Steinbrücke, die irgendwann einmal zusammenbrechen wird, weil sie immer weiter durch das Meerwasser ausgespült wird.

The Gap
The Gap
Blick von der Plattform
Blick von der Plattform
Natural Bridge
Natural Bridge

Ein Stückchen weiter befinden sich die Blowholes. Das sind große Löcher im Gestein, aus denen bei unserem Besuch in regelmäßigen Abständen ein ziemlich kräftiger Luftzug strömte. Manchmal schießt da wohl auch Meerwasser durch – also Obacht 😉 !

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Wege im Torndirrup Nationalpark
Wege im Torndirrup Nationalpark

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Die ganze Küste ist wunderschön und die Aussichten sind wirklich spektakulär. Wer sich an der Natur satt gesehen hat (auch wenn es wirklich schwer ist), dem empfehlen wir dringend der Historischen Walfang-Station (Discovery Bay) einen Besuch abzustatten. Dort konnten wir uns nicht nur auf dem letzten Walfang-Schiff umsehen, sondern haben auch viel über den Beruf des Walfängers und die verschiedenen Wale gelernt (das Herz eines Blauwals ist so groß wie ein Auto!). Gejagt wurden übrigens zunächst Buckelwale, weil deren Zahl aber dann extrem zurück ging, ist man auf Pottwale umgeschwenkt. 1978 wurde der Walfang dann eingestellt – übrigens nicht, um die Wale zu schützen, sondern weil der Bedarf an deren Öl einfach nicht mehr so groß und die Unterhaltung der Schiffe und Co. zu teuer war.

32 AUS-Dollar kostet der Eintritt pro Person – inklusive Führung, Schiffsbesichtigung, 3D-Wal-Film und drei weitere informative Filme, Wal-Skelette (sehr beeindruckend) sowie der angrenzende Wildpark (und da lebt eben u.a. auch besagte Schlange).

Walfangschiff
Walfangschiff

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Dieses kleine Boot hat die Wale damals an Land geschleppt
Dieses kleine Boot hat die Wale damals von der Bucht an Land geschleppt – nachdem sie mit einer Harpune mit explosiven Sprengsatz getötet und mit Luft aufgeblasen worden sind
Pottwal-Skelett
Pottwal-Skelett
Blauwal-Skelett
Blauwal-Skelett

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Zum Schluss empfehlen wir euch noch einen Strandspaziergang von Ellen Cove bis zum Emu Point (Middleton Bay). Das sind gute 5 km, aber die lohnen sich: Meerluft, barfuß im Sand laufen und dieses wunderschöne türkisfarbene Wasser – was will man mehr?

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