Yilan: Erdbeben, Natur und Hundewagen


Im National Museum of Natural Science in Taichung gibt es einen Erdbeben-Simulator. Dort haben wir uns auf einen Stuhl gesetzt und dann fing dieser an kräftig zu rütteln. Auf diese Weise haben wir ein Gefühl für ein Beben bekommen, aber wie es wirklich ist, wenn alles um einen herum wackelt, konnten wir uns danach nicht vorstellen. Erst in Yilan, einer Stadt im Nord-Osten Taiwans, sollten wir wissen, wie es sich anfühlt, wenn sich das Hotelzimmer (im 5. Stock eines großen Hauses) plötzlich bewegt. Das Erdbeben ging zum Glück nur ein paar Sekunden, hat uns aber ziemlich erschreckt. Ein paar Sekunden länger und wir wären rausgerannt. Das Ganze war ganz schön angsteinflößend und ich bin froh, dass wir das nicht noch einmal erleben mussten (Taiwan ist ja ein erdbebenreiches Land).

Nach diesem Schreck haben wir uns in der hoteleigenen heißen Quelle entspannt. Heiße Quellen gibt es in ganz Jaoxi, einem Stadtteil Yilans. Sogar in Cafés und an öffentlichen Plätzen (zum Beispiel direkt vor dem Bahnhof) gibt es Becken, in die man seine Füße tauchen kann.

Der Versuchung, auch den ganzen nächsten Tag in einer heißen Quelle zu verbringen, haben wir allerdings widerstanden und sind stattdessen gewandert. Wanderwege gibt es um ganz Jaoxi, ein Shuttle fährt die einzelnen Wege an. Allerdings mussten wir auch hier wieder lange auf den nächsten Bus warten, sodass wir teilweise einfach von einer Station zur nächsten gelaufen sind. Dabei sind wir an dieser Riesenspinne vorbeigekommen (zum Glück sind wir ihr nicht ins Netz gegangen).

Spinne_Yilan_travel2eat

Empfehlen können wir den Wufengchi Wasserfall. Der Linmei Shipan Trail war leider gesperrt und der Paoma Historic Trail bietet zwar eine gute Aussicht über die Stadt bis hin zur Turtle Island, ist aber sonst nicht so schön.

Wasserfall_groß_Yilan_travel2eat Wasserfall_klein_Yilan_travel2eat

Bei den Wunfengchi Wasserfällen
Bei den Wunfengchi Wasserfällen
Auf dem Weg zum Linmei Shipan Trail sind wir an diesem See vorbeigekommen
Auf dem Weg zum Linmei Shipan Trail sind wir an diesem See vorbeigekommen
Aussicht vom Paoma Historic Trail auf Jaoxi
Aussicht vom Paoma Historic Trail auf Jaoxi

Nach dem Wandern haben wir uns auf dem Nachtmarkt in Yilan gestärkt und dort – wieder einmal – Hunde gesehen, die in Wägen herumgeschoben werden. Ja, das ist gang und gäbe in Taiwan. Die Hunde dürfen nur sehr selten laufen, sondern werden entweder in Taschen getragen oder in Wägen geschoben.

Hundewagen_Nachtmarkt_Yilan_travel2eat

Auch verrückt: Bei einigen Ständen auf Taiwans Nachtmärkten mussten wir erst eine Nummer ziehen (deutsche Ämter lassen grüßen) und dann warten, bis unsere Nummer aufgerufen wird.

An diesem Stand mussten wir eine Nummer ziehen und warten
An diesem Stand mussten wir eine Nummer ziehen und warten

Für diese Schmankerl mussten wir zwar keine Nummer ziehen, uns aber dafür in einer extrem langen Schlange anstellen. Das Warten hat sich gelohnt, denn die mit Hackfleisch und Frühlingszwiebeln gefüllten Teigtaschen waren super lecker 🙂 .

Snack_Nachtmarkt_Yilan_travel2eat

So das waren sie auch schon, unsere Highlights aus Yilan. Die Stadt bietet noch viel mehr, aber da wir etwas unter Zeitdruck standen (wir wollten uns schließlich mit Bastis Mama in Vietnam treffen), haben wir nur zwei Tage dort verbracht.


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