Warum wir beim Mopedfahren einen Helm tragen

Ich habe euch ja schon das eine oder andere Mal von unseren Moped-Ausflügen berichtet (siehe Pai oder Chiang Rai). Zu den Berichten gab es meistens einen Moped-Selfie. Und was fehlt auf keinem dieser Fotos? Unsere Helme! Vielleicht wundert ihr euch ja, warum wir in Asien (wo doch alles so locker zugeht) einen Helm tragen. Mein Schwager jedenfalls hat gleich gefragt, was wir angestellt haben, weil wir einen Helm aufhaben.

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Es zwingt uns niemand dazu. Wir könnten auch ohne Helm, der meistens eher einer Suppenschüssel gleicht, losfahren. Aber das WOLLEN wir nicht. Warum? Das verrate ich euch heute.

Meine Mama hat mir mal erzählt, dass sie mit dem Mopedfahren aufgehört hat, als die Helmpflicht kam. Und das kann ich als Frau auch durchaus verstehen. Man bekommt keine Helmfrisur und fühlt sich so herrlich frei. Trotzdem verzichten wir auf dieses tolle Gefühl (und die zerzausten Haare, die eben nicht wie im Film nur im Wind flattern).

Die Gründe:

1. Safety First! Schließlich wollen wir noch eine ganze Weile reisen – und das ohne ein Krankenhaus zu besuchen (oder ein kaputtes Moped bezahlen zu müssen).

2. Polizeikontrollen! In Thailand hat uns ein Mal ein Polizist angehalten. Er wollte nur Bastis Führerschein sehen (den deutschen, nicht mal den internationalen) und war sehr freundlich zu uns. Ich glaube nicht, dass dieser Stop so angenehm gewesen wäre, wenn wir keine Helme getragen hätten. In Thailand herrscht nämlich Helmpflicht (auch wenn das nicht jeder so genau nimmt).

3. Sonnenschutz! Besonders in Thailand war es extrem heiß und die Sonne hat uns ganz schön auf den Kopf gebrutzelt. Das war teilweise echt unangenehm. So ein Helm schützt den Kopf vor der Sonneneinstrahlung.

4. Spaß! Die Helme in Asien sehen witzig aus. Und noch witziger sehen wir aus, wenn wir sie tragen. Wenn das mal kein Grund ist 😉 .

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5. Safety First (ja, noch einmal)! Unfälle verursacht man ja oft nicht selbst, sondern man wird das „Opfer“ eines anderen. Vor allem in Pai wurde uns das sehr oft vor Augen geführt. Ich hatte euch ja berichtet, dass Pai belagert wird von Touris. Und die leihen sich alle ein Moped aus. Doch viele von denen können gar nicht fahren! Wir haben selbst mit angehört wie mehrere Mädels mit ihrem gerade ausgeliehen Moped ratlos auf der Straße standen und dann dem Typ vom Mopedverleih folgendes gesagt haben: „Ich habe keine Ahnung wie das Ding funktioniert. Ich bin soetwas noch nie gefahren. Zeig mir bitte, wie das geht.“ Anstatt den Damen die Mopeds wieder wegzunehmen, haben die Mopedverleih-Typen ihnen eine Schnelleinweisung gegeben.

Wer jetzt mit den Augen rollt und denkt, dass das nur Frauen waren, liegt gehörig daneben. Als wir die Hauptstraße in Pai entlangliefen und gerade am Mopedverleih vorbeikamen, schoss plötzlich ein Franzose auf seinem Moped auf die Straße raus – und verfehlte eine kleine Menschentraube nur sehr knapp. Die Frau vom Verleih kam zwar gleich herbeigeeilt und fragte ihn, ob er das auch wirklich könne, aber er winkte nur ab und fuhr (sehr unsicher herumeiernd) los. Keine fünf Minuten später kamen wir an einem Geschäft vorbei, das draußen Kleiderständer aufgebaut hatte. Eine Frau schaute sich gerade die Kleider an, als ein Mopedfahrer um die Kurve schoss – direkt in Richtung Kleiderständer – und erst ganz knapp vor der Frau zum Stehen kam.

In Pai haben wir nicht nur solche Beinahe-Unfälle erlebt, sondern auch sehr viele Touris mit Mopedverletzungen gesehen. Sie hatten Verbände an Armen und Beinen.

Ums kurz zu machen: So viel Unfähigkeit haben wir noch in keiner anderen asiatischen Stadt beobachtet – und daher schien uns der Helm besonders in Pai als angemessen.

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