Budapest-Food-Guide: Wo du unbedingt Essen gehen und Kaffee trinken musst

Budapest-Food-Guide: Wo du unbedingt Essen gehen und Kaffee trinken musst

Ich sag’s gleich vorneweg: Budapest ist für mich eine der beeindruckendsten Städte, die ich je gesehen habe. Und ich habe schon viele Städte gesehen. Nach Rom ist Budapest sogar die beeindruckendste Stadt, die ich bisher besucht habe. In diesem Beitrag verrate und zeige ich euch, warum das so ist.

Budapest stand schon sehr lange auf unserer Reise-Liste. Ende März war es dann endlich soweit. Ich hatte mir die Stadt für meinen Geburtstagsurlaub ausgeguckt. In Budapest bin ich 30 Jahre alt geworden. Zusammen mit meinem Papa und seiner Freundin sind wir von Berlin aus mit Easy Jet ca, 1,5 Stunden nach Budapest geflogen. In der Stadt hatte ich uns ein Airbnb gebucht. Mit Airbnb hatten wir ja in Australien, Neuseeland, der Karibik und New York super Erfahrungen gemacht – und auch in Budapest sollte das nicht anders sein.

Vom Flughafen fahren die Busse 200 E und 100 in die Stadt. Wir haben den 200E genommen und sind dann das letzte Stück mit dem Zug bis fast vor unsere Haustür auf der Pest-Seite gefahren. Die Donau trennt nämlich die Buda- und die Pest-Seite voneinander. Ein Single Ticket kostet übrigens 1,50 Euro pro Person (450 HUF, Ungarische Forint). Im Bus könnt ihr auch mit Euro zahlen.

Nachdem wir unsere Sachen abgeladen hatten, war unser allererstes Ziel: eine ungarische Gulaschsuppe. Womit wir beim ersten großen (und sehr wichtigen) Punkt wären – das Essen (dieser Blog heißt schließlich nicht umsonst travel2eat 😉 ).

Airbnb Budapest
Treppenaufgang zu unserer Airbnb-Wohnung

Ungarisches Essen: Fleisch, Fett und Zucker

Die Überschrift sagt es schon: Auf die schlanke Linie dürft ihr bei ungarischem Essen keinen Wert legen. Denn die landestypischen Mahlzeiten sind nicht wirklich gesund. Das war für uns nicht so schlimm, denn wir haben die Stadt zu Fuß erkundet und sind in der Woche täglich um die 10 Kilometer gelaufen. Da kann man sich auch mal was gönnen 🙂 .

Zurück zur Gulaschsuppe. Unsere erste haben wir im Restaurant Stex gegessen, das nicht weit weg von der Station Corvin-negyed liegt. Zur Suppe gab’s ein ganzes Weißbrot (das wir zu viert auch verdrückt haben), wir hatten uns außerdem überbackene Kartoffeln, zwei Palatschinken mit Kakao und eine Portion Nockerln (bitte nicht mit österreichischen Nockerln verwechseln) bestellt. Um das ganze gut zu verdauen, schlossen wir unser erstes Abendessen in Budapest mit hervorragendem Espresso ab. Das alles plus Getränke für vier Personen hat uns insgesamt 53 Euro gekostet. Kein schlechter Preis würde ich sagen. Achtet immer darauf, ob der Service schon auf der Rechnung steht. In den meisten Restaurants ist das der Fall. Im Stex war es dann auch, wo wir unser erstes ungarisches Wort lernten: kössi. Das heißt Danke und ist nun zusammen mit Toddler eines meiner Lieblingswörter 🙂 .

Stex Budapest

Traditionell ungarisch – da darf Langos nicht fehlen, oder? Der Basti hatte sich auf jede Menge Langos gefreut. Aber um ehrlich zu sein, haben wir mehr Dönershops und Baumstriezel-Stände als Langos-Buden gesehen. Auf einem schönen Frühlingsmarkt bei dem Gerbeaud Bistro (der Kaffee dort ist abartig teuer, lieber nur mal reingucken und woanders Kaffee trinken) gab es dann aber doch mehrere Langos-Stände. Und statt wie geplant einen Langos für uns vier zu kaufen, überkam es uns auf einmal und wir holten drei. Großer Fehler. Es sollte unser erster und letzter Langos in Budapest sein. Die Dinger sind riesig, fettig und machen einen innerhalb kürzester Zeit pappsatt. Einer hätte gereicht. Vor allem, weil wir zuvor traditionelle ungarische Würste auf dem Markt gegessen hatten. Die sind so lecker. Unbedingt probieren! Den Nachtisch-Baumstriezel (Hefeteig mit viel Zucker) mussten wir an dem Tag jedenfalls auslassen.

Langos Budapest Budapest

Nicht empfehlen können wir das von außen extrem charmant aussehende Restaurant Apostolok Étterem in der Nähe der Ferenciek-tere-Station. Zwar war mein Essen lecker, aber die Portionen waren sehr klein und teuer und der Kellner wollte uns so richtig abzocken. Als der Basti das bemerkte und ihm zu verstehen gab, dass er das vergessen könne, wurde der Kellner richtig patzig. Also lieber weitergehen.

Zum Beispiel in die Trattoria Venezia, die sich bei der Corvin-negyed-Station befindet. Das ist einer der besten und hübschesten Italiener. Wirklich großartig! Vom Service über das Ambiente, das Essen und den Wein – da stimmt einfach alles.

Unbedingt essen solltet ihr auch im Vak Varjú. Ein großartiges ungarisches Restaurant mit super leckerem Essen (die Wild- und Gulaschsuppen sind so so so gut) und tollen selbstgemachten Limonaden.

Frühstücken in Budapest und Café-Empfehlungen

Zwei Mal waren wir frühstücken. Die restlichen Tage haben wir gemütlich in unserem Airbnb gegessen. Aber frühstücken kann man in Budapest wirklich richtig gut. Für mich war das so toll. Endlich wieder tolle Frühstücks-Cafés! Ans Herz legen kann ich euch auf jeden Fall die London Coffee Society. Ich hab mich dort gefühlt wie in meinem geliebten Australien. Banana-Bread, Smashed Avocado mit Poached Eggs, Shakshuka und großartiger Kaffee. Und: Eine große Karaffe Leitungswasser für jeden Tisch. Einfach so. Ich verstehe einfach nicht, warum es das in Deutschland nicht gibt.

Kurz: Einfach ein Traum – nicht nur das Essen, auch das coole Café und die super freundlichen Mitarbeiter! Einen Eindruck von dem Café und unseren Budapest Highlights findet ihr auch in unseren Insta-Story-Highlights (Budapest).

Shakshuka
Budapest
Avo-Brot mit Lacks und pochierten Eiern

Kostenloses Leitungswasser gab’s auch im Fekete. Das Café befindet sich in einem süßen Innenhof. Leider war die Wartezeit auf unser Frühstück mit 45 Minuten extrem lang. Das Essen war sehr lecker (Shakshuka), aber nicht gerade günstig.

Shakshuka

Lecker Kaffee gibt’s auch im Warm Cup, im Brunch Café (das Essen dort sah so lecker aus, aber wir waren mit Langos vollgestopft) und im Café Frei (in der Nähe der Markthalle). Das berühmte Café New York solltet ihr euch auch unbedingt mal anschauen. Es ist so beeindruckend. Aber Kaffee trinken, solltet ihr dann lieber woanders. Denn die Preise sind etwa drei Mal so hoch wie draußen. Wir haben übrigens in ganz Budapest nicht einen einzigen schlechten Kaffee getrunken.

Warm Cup Café
Warm Cup Café

Apropos Markthalle. Drei Anläufe haben wir gebraucht, um das Gebäude zu besichtigen. Denn samstags macht die Markthalle schon um 15 Uhr die Türen dicht und am Feiertag war sie ebenfalls geschlossen (wir waren ja über die Osterfeiertage in Budapest). Beim dritten Mal hat’s dann aber geklappt und wir haben leckere Würstchen, super leckeren Strudel gegessen (unbedingt einen mit Kraut (ja!) und einen mit Pflaumen probieren). Oben war uns dann an den Essens-Buden zu viel Gedränge. Und obwohl der Langos da nur 450 HUF statt 1500 HUF wie auf dem Frühlingsmarkt gekostet hat, haben wir uns dagegen entschieden.

So, so viel zu den kulinarischen Budapest-Highlights. Das nächste Mal gibt’s dann alle Must-Sees für euch, ich habe einige Bar-Empfehlungen und verrate, warum wir nicht in meinen 30. reingebadet haben (und warum das auch gut so war).

Budapest

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