Hue: beeindruckende Königsgräber und die Thien-Mu-Pagode

Die Königsgräber in Hue sind mit das beeindruckendste, was wir in den letzten Monaten gesehen haben. Und das will was heißen! Wir haben sie uns im Rahmen einer Stadttour angeguckt, da sie doch etwas außerhalb des Zentrums liegen und wir uns wegen der täglichen Regenschauer kein Moped ausleihen wollten.

Die Stadttour startet eigentlich morgens mit der Zitadelle. Da wir uns diese allerdings bereits allein angeschaut hatten (den Bericht dazu findet ihr hier), wurden wir später abgeholt (um 10:30 Uhr – eine sehr angenehme Zeit für uns Langschläfer 😉 ). Erster Stop: ein Gartenhaus an. Klingt ziemlich unspektakulär, ist aber sehr hübsch anzusehen.

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Danach ging es weiter zur Thien-Mu-Pagode, eines der berühmtesten Bauwerke Vietnams. Sie wurde bereits 1601 gegründet, der 21 Meter hohe Turm wurde 1844 hinzugefügt. Neben dem Turm stehen zwei Pavillons – in einem trägt eine Schildkröte eine Tafel, auf der die Geschichte der Pagode niedergeschrieben ist. Schildkröten sind in Vietnam ein Glückssymbol, weshalb wir sie fleißig gestreichelt haben. Irgendetwas muss ich dabei falsch gemacht haben, denn ich hatte danach so gar kein Glück: Zwei Tage lang lag ich mit Fieber flach, gefolgt von einem Tag, an dem ich von Kopf bis Fuß Ausschlag hatte.

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Wir streicheln die Schildkröte
Wir streicheln die Schildkröte
Ausblick von der Pagode
Ausblick von der Pagode

Auf dem Gelände haben wir uns auch ein wunderschönes altes Auto angeschaut, das leider eine gar nicht so schöne Geschichte hat: 1963 ließ sich ein Mönch mit dem Auto zu seiner Selbstverbrennung fahren. Mit diesem radikalen Schritt protestierte er gegen die Unterdrückung des Buddhismus durch den katholischen Präsidenten Diem.

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Nach der Besichtigung der Pagode ging es zurück nach Hue zum Mittagessen. Ausnahmsweise gab es mal nicht nur gebratenen Reis (ein Tour-Klassiker), sondern ein Buffet, das mit vielen Leckereien gefüllt war.

Nun aber zu den Highlights des Tages: Die Königsgräber kosten jeweils 100.000 Dong Eintritt pro Person (4 Euro) – insgesamt schaut man sich drei Gräber an. Da zwei sich allerdings ähnlich sind und das eine davon auch noch renoviert wurde, als wir da waren (Anfang November 2015), haben wir uns nur zwei angeschaut: Minh Mang und Khai Dinh.

Minh Mangs Grabstätte ist flächenmäßig riesig und wunderschön angelegt. Geplant wurde sie während seiner Regentschaft (1820 bis 1840), gebaut aber erst von seinem Nachfolger.

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Völlig anders sieht die Grabstätte von Khai Dinh aus: außen sticht der schwarz gefärbte Beton hervor und innen die vielen bunten Mosaike. Sehr sehenswert!

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Die Tour endete mit dem Besuch eines Dorfes, in dem Räucherstäbchen, Hüte und Bilder verkauft werden. Und einer unspektakulären Bootsfahrt (bei der mir ein riesiger deutscher Touri – in eine blaue Plastik-Regentüte gehüllt – die Sicht versperrte).

Die Frau stellt die Räucherstäbchen her, neben ihr steht unser Guide
Die Frau stellt die Räucherstäbchen her, neben ihr steht unser Guide

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Gebucht haben wir die Tour übrigens nicht im Huenino (zu teuer), sondern in einem Restaurant (leider haben wir uns den Namen nicht gemerkt) und zwar zusammen mit zwei Bustickets nach Son Trach – 300.000 Dong pro Person hat uns all das gekostet (12 Euro, exklusive der Eintritte).

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