Ha Tien und wie man definitiv nicht nach Phu Quoc fahren sollte


Ha Tien sollte eigentlich nur ein kurzer Zwischenstopp auf dem Weg zu der Insel Phu Quoc für uns werden. Doch unser Lonely Planet Südostasien hat uns den Ort so schmackhaft gemacht, dass wir zwei Nächte dort geblieben sind. Bei einem Zimmerpreis von 140.000 Dong pro Nacht (knapp 6 Euro) hat sich das eh angeboten (Viet Toan Hotel).

Für weitere 100.000 Dong haben wir ein Moped bekommen (wir glauben es war das Moped vom Opa der Hotelangestellten), mit dem wir dann die Gegend erkundet haben. Zu sehen gibt es unter anderem den Thach Dong Kalksteinfelsen, der eine Höhle und kleine Tempel beherbergt. Von dort aus hat man auch einen tollen Ausblick auf die umliegende Landschaft.

Der Thach Dong Felsen
Der Thach Dong Felsen
So sieht der Kalksteinfelsen von der anderen Seite aus (na, war erkennt ihr?)
So sieht der Kalksteinfelsen von der anderen Seite aus (na, was erkennt ihr?)

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Danach ging es weiter zum Mui Nai Strand (nicht mit Mui Ne verwechseln). Der Strand ist nichts besonderes. Es gibt viele Liegestühle und kleine Shops, die Essen und Getränke verkaufen.

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Hat der Lonely Planet nun Recht behalten? Ein Highlight war der Ort nicht. Aber für Reisende, die nicht unter Zeitdruck stehen und wie wir eine 9-Stunden-Nachtbusfahrt von Ho Chi Minh Stadt hinter sich haben, lohnt es sich, einen Tag lang in Ha Tien zu entspannen und die wunderschöne Landschaft zu genießen. Außerdem gibt es sehr guten Kaffee in dem Ort 🙂 .

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Für uns ging es am nächsten Tag mit der günstigen Fähre nach Phu Quoc. Es gibt auch noch Schnellboote von Superdong, die die Insel anfahren und natürlich kann man auch fliegen. Da wir mit der günstigsten Reisemöglichkeit bisher immer ganz gut gefahren sind, haben wir uns auch in Ha Tien wieder für die Konto-Schonende Variante entschieden. 185.000 Dong pro Person (ca. 7 Euro) hat uns die Überfahrt gekostet.

Außer uns waren nur Einheimische mit ihren Mopeds auf der Fähre. Eigentlich nichts Ungewöhnliches. Doch bei unserer Ankunft auf der Insel war uns schlagartig klar, warum jeder sein Moped mit auf der Fähre hatte. Wir kamen nämlich nicht in Duong Dong an, sondern 40 km von unserem Ziel entfernt.

Mitten im Nichts. Es gab kein Taxi, keinen Bus, kein Dorf, nichts. Wir hatten keine Wahl. Wir mussten mit zwei Moped-Taxis die 40 km bis Duong Dong zurücklegen – für noch einmal 180.000 Dong pro Person (gespart haben wir also nichts). Auf Schlammwegen mit riesigen Pfützen (es hatte vorher geregnet). Mit unseren großen Rucksäcken auf dem Rücken, die bei jedem Huckel (und davon gab es sehr viele) an uns gezogen haben. Ich hatte echt zu tun, dass ich nicht rücklings vom Moped runterpurzel. Ich hatte Todesangst. Überlebens-Chanchen rechnete ich mit nur aus, weil ich mir dachte, der junge Kerl (mein Fahrer) wird schon wissen, wie er seine Kiste sicher über dieses rutschige Schlammfeld bringt, denn er fährt bestimmt schon sein ganzen Leben lang Moped.

2 schweißstreibende Stunden später (Angstschweiß!) kamen wir mit schmerzenden Händen (weil ich mich so festgekrallt hatte), schmerzenden Rücken, aber unfallfrei in Duong Dong an. Wenn ihr euch diese Tortour ersparen wollt, dann nehmt bitte das Superdong-Boot oder fliegt einfach.


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