Malaysia – Überblick und Highlights

Reisezeit
Anfang bis Ende September 2014, 3 Wochen

Reiseroute
» mit Emirates von Frankfurt am Main über Dubai nach Kuala Lumpur
» nach einer Übernachtung in Kuala Lumpur mit dem Bus nach Melaka (2 Stunden, 20 RM für 2)
» mit dem Bus nach Kuala Terengganu (8 Stunden, ca. 95 RM für 2)
» mit der Fähre nach Redang (338 RM p.P. 3 Tage/2 Nächte all inclusive)
» mit der Fähre zurück nach Kuala Terengganu (ca. 1,5 Stunden)
» mit dem Bus nach Alor Setar (8 Stunden, 120 RM für 2)
» mit dem Taxi zum Wat – dann die wunderschöne Zahir-Moschee angeguckt
» mit HBR Bus für 1,70 RM nach Kuala Kedah
» Fähre nach Langkawi (ca. 2 Stunden, 45 RM für 2)
» Fähre nach Penang/Georgetown (ca. 3 Stunden, ca. 60 RM p.P.)
»Bus in die Cameron Highlands/Tanah Rata (5 Stunden, 43 RM p.P. inkl. Shuttle vom Hotel zum Bahnhof)
» Bus nach Kuala Lumpur (ca. 5 Stunden, 30 RM p.P. – direkt am BHf kaufen – Agenturen verlangen 35 RM)
»von Kuala Lumpur mit Emirates über Dubai nach Frankfurt am Main

Highlights

Ein Highlight war auf jeden Fall die Insel Redang mit ihren weißen Sandstränden, dem türkisblauen Meer und den vielen bunten Fischen darin.

Redang

Anfangs war ich sehr skeptisch, weil wir nicht auf eigene Faust auf die Insel gefahren sind, sondern im Vorfeld eine Tour gebucht haben (sowas machen wir eigentlich nie). Wir haben uns bei Ping Anchorage für die 3 Tages Tour im günstigeren Hotel entschieden. Was ich auf jeden Fall weiter empfehlen kann. Das Hotel auf Redang war wirklich super (inklusive kleiner niedlicher Streifenhörnchen, die man mit Crackern füttern konnte). Der hoteleigene Strand ist zwar sehr klein, aber wir sind einfach über die „Brücke“ zu dem größeren Strand gelaufen (ca. 3 Minuten) und haben uns dann auf eine Liege von einem anderen Hotel gelegt. Da hat keiner etwas gesagt – es war aber auch kaum etwas los.

Hotel auf Redang

 

Obwohl so viele Menschen mit uns auf die Insel gefahren sind, hatten wir den Strand fast für uns alleine. Die Asiaten waren nämlich den ganzen Tag damit beschäftigt, Fotos zu machen – Fotos von leeren Sonnencremeflaschen, Selfies en masse, Gruppenfotos – eben Fotos von allem und jeden.

Außerdem haben viele Schnorchelausflüge gemacht, die vom Hotel zwei Mal am Tag organisiert wurden. Aber da ich kleiner Angsthase bin, was das Meer betrifft, sind wir da nicht mit. Ich schwimme zwar sehr gerne im Meer (Pools kommen für mich meistens nicht in Frage – den kann ich schließlich auch in Deutschland haben), aber ich habe echt Angst vor Haien. Und beim Schnorcheln im tiefen Wasser würde ich mich immer unwohl fühlen und unruhig in alle Richtungen gucken. Vielleicht schaffe ich es ja, diese Angst während unsere Weltreise abzulegen.

Zu Essen gab es im Hotel übrigens immer morgens, mittags, nachmittags und abends. Das war mehr als ausreichend und immer sehr lecker. Es gab viel Melone , natürlich auch Reis und Nudeln, Fleisch und Fisch, Süßkartoffeln (haben wir nicht mir gerechnet, war aber super lecker) und Gemüse. Zum Frühstück gab’s neben Reis auch Toast, Butter und Marmelade. Viele Asiaten haben sich allerdings Zucker auf den Toast gestreut.

Da ich es sonst gewohnt bin, in Asien die leckersten Früchte zu bekommen (Papayas, Mangos, Maracujas, Ananas) hat es mich etwas gewundert, dass es im Hotel immer nur Melone gab. Aber da wir ja nur drei Tage dort waren, war das nur halb so schlimm.

Malaysias Teeplantagen

Ein weiteres Highlight waren die Cameron Highlands – obwohl es dort etwas kühler ist als im Rest des Landes. Aber die Landschaft ist einfach unglaublich schön.

Tee-Plantage in den Cameron Highlands

In Tanah Rata, einem Ort wo die meisten Touris absteigen, wenn sie Teeplantagen & Co. sehen wollen, haben wir über eine Agentur die teuerste Tour gebucht (mit Eco Cameron) – und es nicht bereut. Für 90 RM pro Person ging es mit einer kleinen Gruppe in den Mossy Forest (wie ein Märchenwald), auf die Tee-Plantage (wunderschöne Landschaft), zu einer Schmetterlings-, Insekten- und Reptilien-Farm (das loht sich wirklich! Hätten wir auch nicht gedacht), in den Time Tunnel (Museum), zur Erdbeer-Farm (das Highlight für Malaiien, aber auch für uns interessant), und zu einem Buddhistischen Tempel. Den Gemüse-, Obst- und Blumen-Markt mussten wir wegen des Regens (uns wurde gesagt, dass es nachmittags eig. immer regnet – und genauso war es auch – also unbedingt schon morgens mit den Touren starten) ausfallen lassen. Aber das ist nur ein Markt, der extra für Touris aufgebaut wird, wie uns unser Guide erzählt hat.

Kannen-Pfanze im Mossy Forest
Mossy Forest

Unser Guide war übrigens super und hat uns sehr viele interessante Dinge über den Anbau von Tee, den Dschungel, die Pflanzen darin (u.a. Kannen-Pflanzen und Orchideen) und die Tiere erzählt. Ihm lag definitiv etwas am Erhalt des Dschungels. Das hat man mit jeden Satz von ihm gemerkt.

Auch wenn sich zunächst alle Touren in den verschieden Agenturen Tanah Rata gleich anhören, es lohnt sich bei Eco Cameron zu buchen. Die anderen Guides dürfen zum Beispiel gar nicht in den Mossy Forest gehen, weil sie dafür keine Lizenz haben. Wer also da ein paar RM am Ticket spart, dem entgeht dieser wunderschöne Märchenwald. Wir haben dort ganz viele Kannenpflanzen und Orchideen gesehen, an Zimt, Zitronella und Teebaumöl gerochen. Es war wirklich beeindruckend.

Empfehlen können wir auch die Insel Penang . Sie hat uns viel besser gefallen als Langkawi. In der Altstadt von Georgetown trifft man fast an jeder Ecke auf wunderschöne Streetart.

Streetart in Georgetown (Penang)
Streetart in Georgetown
Streetart in Georgetown

Auf Langkawi (Pantai Cenang/Pantai Tengah) hatten wir allerdings die freundlichsten Gastgeber der Reise. Wir waren in Shirins Guesthouse, das auf mehreren kleinen Hütten besteht. Jede dieser Hütten hat eine andere Farbe. Unsere war pink. Geführt wird die Anlage von einem Iraner und seiner japanischen Ehefrau. Beide sind super nett und haben abends immer Bier (für Basti) und Wasser (für mich) spendiert, sehr viel erzählt und sich auch munter gezankt. Alle Hütten-Bewohner waren eingeladen, mit ihnen und ihren süßen Katzen zusammenzusitzen und zu quatschen.

Shirins Guesthouse (Langkawi)

Der Canopy Walkway im Kepong Forestry Park in der Nähe von Kuala Lumpur war ein weiteres Highlight unserer Malaysia-Reise. Wer von der Hauptstadt mit ihren unzähligen Hochhäusern genug hat, mal wieder „bessere“ Luft atmen will und sich nach dem Dschungel sehnt, sollte unbedingt dort hinfahren.

Canopy Walkway im Kepong Forestry Park

Wir sind mit dem Zug bis zu der Station „Kepong“ gefahren. Von dort aus haben wir dann ein Taxi in den Park genommen. Für 5 RM pro Person kann man den Park erkunden. Wir sind übrigens schon relativ früh morgens dort gewesen, weil pro Tag nur 250 Personen die Hängebrücken (Canopy Walkway) betreten dürfen.

Vom Eingang aus sind es etwa eine viertel Stunde Fußmarsch bis zum „One Stop Center“, wo wir die Canopy-Tickets für 10 RM pro Person gekauft haben. Wir haben dann eine Karte und eine Wegbeschreibung bekommen und los ging’s – ohne Guide. Womit wir nicht gerechnet hatten: Schon der Weg zum Canopy Walkway war eine kleine Dschungeltour, für die man schon ein bisschen Kondition mitbringen sollte – was wir allerdings nicht als negativ empfanden, denn wir lieben gute Dschungeltouren. Nach einem schweißtreibenden längeren Marsch sind wir an einer Holzhütte angekommen: dem Eingang zum Canopy Walkway. Nach einer kurzen Einweisung – es dürfen immer nur eine gewissen Anzahl von Personen gleichzeitig auf der Brücke bzw. den Plattformen zwischen den Brücken sein und man muss immer einen gewissen Abstand halten – ging’s auch schon los. In bis zu 30 m Höhe sind wir zwischen den Baumwipfeln gelaufen und hatte dabei einen super Ausblick. Leider gibt es nicht so viele Brücken (ich glaube, es waren vier oder fünf) – das Erlebnis ist also nur von relativ kurzer Dauer. Aber es lohnt sich definitiv.

Auf dem Rückweg wurde unsere Dschungeltour sogar noch ein wenig anstrengender. Da wir eine Runde gelaufen sind – also nicht einfach wieder den gleichen Weg zurück – und die Wege nicht immer ganz deutlich zu erkennen waren, haben wir und eine Zeit lang durchs Dickicht gekämpft, sind über Wurzeln geklettert und auf Steinen über einen kleinen Fluss gehüpft. Ein richtiges kleines Abenteuer. 🙂 Und am Ende haben wir auch noch einen Malaysier getroffen, dessen Frau Schwäbin war. So klein ist die Welt 🙂

Essen

In Malaysia bekommt man indisches, chinesisches und malaiisches Essen. Wir waren die meiste Zeit bei den Indern.

Das beste Frühstück hatten wir allerdings in Georgetown bei Malaiien. Dort gab es jeden Morgen (außer samstags und sonntags) direkt neben der Post bei der Moschee Kapitan Keling ein Buffet mit super leckeren Bananenbällchen, Sesambällchen gefüllt mit Red Beans, Klebereis mit Kokosnussraspeln, Hühnchen, Gemüse, Eiern und natürlich Eistee. Für zwei ordentliche Portionen mit Getränken haben wir ca. 14 RM gezahlt.

Malaiisches Frühstück

Den leckersten Rojak (ein Salat aus Mango, Ananas, Gurke, Rübe und anderen leckeren Dingen mit Erdnuss-Soße) habe ich in Georgetown im Red Dragon Food Garden gegessen. Dort gab es auch super leckeren „Sticky Rice“ mit Mango. Mhhhhhhh.

„Sticky Rice“ mit Mango

Tiere

So viele Tiere wie in Malaysia, habe ich noch nie in der freien Natur gesehen. Da war ein Waran mitten in Kuala Terengganu, einer an einem Tümpel an der Bushaltestelle zur Crystal Mosque und mehrere auf der Insel Redang. Zu nahe wollten wir denen allerdings nicht kommen…

Waran

Auf Redang haben wir auch Streifenhörnchen, Geckos (groß und klein) und viele Fische in dem türlisblauen Wasser gesehen.

Ja, auch Schlangen gab es. (Ich bekomme schon bei dem Gedanken daran Gänsehaut). Und zwar im Mangrovenwald auf Langkawi.

Schildkröten haben wir unter anderem im Stausee auf Penang gesehen.

Affen – süße, nicht so süße und fauchende – gab’s eigentlich fast überall.

Und Adler haben wir gesehen – bei der Mangroventour auf Langkawi. So schön es auch ist, die Tiere anzusehen, so problematisch ist die Aktion auch. Denn sie werden mit Hühnchenfleisch angelockt und gewöhnen sich so an diese regelmäßige Fütterung. Das hat zur Folge, dass die Adler die Jagd aufgeben. Hinzu kommt, dass in dem Hühnchenfleisch Antibiotika sind, die zu einer dünner Schalenbildung der Adlereier führen. Damit ist also deren Nachwuchs gefährdet.

Die liebevollen, etwas versteckten Gassen in Kuala Terengganu

Kuala Terengganu ist nicht unbedingt der schönste Ort in Malaysia, aber er wartet mit Überraschungen wie dieser Gasse hier auf. Wir haben sie zufällig bei einem abendlichen Bummel durch Chinatown entdeckt.

In Chinatown gibt es auch die Turtle Alley – ebenfalls eine kleine Gasse, die sehr liebevoll gestaltet ist. Dort wird anhand einer Kindergeschichte („Little Turtle Messenger“) erklärt, wie Schildkröten leben, auf welche Gefahren sie stoßen und warum man keine Schildkröteneier essen soll.

Turtle Alley

 

Solche Entdeckungen, beeindrucken mich auf Reisen viel mehr als die bekannteren Sehenswürdigkeiten, wie etwa die Petronas Twin Towers in Kuala Lumpur, von deren Anblick ich ziemlich enttäuscht war. Ich hätte sie mir größer und beeindruckender vorgestellt.

Petronas Twin Towers in Kuala Lumpur

 

 

 

 

 

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