Phu Quoc: Strände, Abschleppdienst und Fischsoße


Wir sind verwöhnt. Verwöhnt von paradiesischen Stränden, an denen wir auf unserer Weltreise gebadet haben. Gili Meno und Karimunjawa sind eben schwer zu toppen. Daher hat uns die Insel Phu Quoc auch nicht sonderlich von den Socken gehauen. Es ist zwar eine schöne Insel, auf der man toll relaxen und auch baden kann, aber leider hat Phu Quoc ein Müllproblem. Und ein Bauproblem. Überall werden neue Hotel hochgezogen und zerstören den Charme der Insel.

Bereut haben wir unsere Reise (mit der irren Anfahrt auf dem Mopedtaxi) aber nicht. Denn wir hatten ein tolles Hotel in Duong Dong, der größten Stadt der Insel, und haben auch einen schönen Strand ohne Müll gefunden.

Im Kim Loi Hotel haben wir 300.000 Dong pro Nacht gezahlt (12 Euro, ohne Frühstück) und dafür ein tolles und sehr sauberes Zimmer bekommen. Ganz in der Nähe des Hotels sind sehr viele kleine Restaurants und Essensstände, wo wir sehr gute Kunden waren und unter anderem leckere Banh Xeos (herzhafte vietnamesische Pancakes) gefrühstückt und Reisbananen (Bananen, die mit Klebereis umwickelt und dann gegrillt werden) als Strand-Snack gekauft haben.

Banh Xeo
Banh Xeo
Reisbananen
Reisbananen

Zum Long Beach haben wir dann etwa 20 Minuten zu Fuß gebraucht. Wir finden, es ist der schönste Strand der Insel, denn er ist sauber. Sauber ist er, weil sich an ihm viele kleine Hotelanlagen aneinanderreihen, die Liegen für ihre Gäste zur Verfügung stellen. Diese Liegen haben wir ganz frech mitbenutzt, denn am Strand war eh nicht viel los. Ein Mal wurden wir weggescheucht. Dann sind wir einfach ein Stück weiter gelaufen und haben uns auf eine andere Liege gelegt 🙂 .

Long_Beach_Phu_Quoc_travel2eat (1) Long_Beach_Phu_Quoc_travel2eat (2)

Neben dem Long Beach gibt es noch den Sao Beach, der in der Nähe des Fischerorts An Thoi ist, und den Vung Bau Beach nördlich von Duong Dong. Zu beiden Stränden sind wir mit dem Moped gefahren (für 2 Tage haben wir 300.000 Dong, 12 Euro, bezahlt). Beide Male waren wir enttäuscht.

Der Vung Bao Beach ist zwar sehr schön abgelegen und riesig, aber leider liegt dort sehr viel Müll herum – vor allem dort, wo die Schattenplätze sind.

Vung_Bau_Beach_Phu_quoc_travel2eat (1) Vung_Bau_Beach_Phu_quoc_travel2eat (2)

Genauso verhält es sich am Sao Beach. Trotz feinem weißen Sand haben wir uns dort nicht einmal hingelegt, denn es gab einfach zu viel Müll und braune Pfützen.

Sao_Beach_Phu_Quoc_travel2eat (3) Sao_Beach_Phu_Quoc_travel2eat (2) Sao_Beach_Phu_Quoc_travel2eat (1)

Wir sind dann weiter nach An Thoi gefahren und immerhin hat sich diese Fahrt gelohnt. In dem kleinen Fischerort haben wir nämlich eine der besten Pho Bos Vietnams gegessen (Nudelsuppe mit Rindflesich).

An_Thoi_Phu_Quoc_travel2eat Pho_An_Thoi_Phu_Quoc_travel2eat

Zurück in Duong Dong haben wir unser Moped mal kurz vor der Brücke stehen lassen, um uns am angrenzenden Markt umzuschauen. Zum Glück hat Basti das Moped im Blick gehabt, denn nach etwa 1 Minute wurde es abgeschleppt. Wir sind also zurückgerannt und haben den uniformierten Männern gesagt, dass das unser Moped wäre. Aber da war nichts zu machen. Es wurde aufgeladen und weg waren sie. Wir sollten hinterherrennen (sehr nett). Mit aufgesetztem Lächeln im Gesicht (sauer zu werden, ist keine gute Idee in Asien) haben wir dann die Polizeistelle erreicht. Die Männer konnten kein Englisch und haben in vietnamesisch irgendetwas zu uns gesagt. Wahrscheinlich wollten sie Geld von uns. Glücklicherweise kam dann eine nette Polizistin, die uns erklärte, dass wir nicht auf der Straße parken dürfen, sondern nur auf dem Gehweg. Wir haben mit ihr gelacht, genickt, uns entschuldigt und dann hat sie den Männern gesagt, sie sollen uns das Moped wiedergeben. Glück gehabt!

Aussicht von der (verhängnisvollen) Brücke in Duong Dong
Aussicht von der (verhängnisvollen) Brücke in Duong Dong

In Duong Dong gibt es auch einen Nachtmarkt. Der ist allerdings sehr touristisch und total überteuert. Wir haben uns dort nur gegrilltes und gefülltes Reispapier gekauft, das sehr lecker ist. Barbecue-Shrimps haben wir dann in einem kleinen Straßenrestaurant gegessen: 300 Gramm für 150.000 Dong (6 Euro).

Hier wird gerade unser gefülltes Reispapier gegrillt
Hier wird gerade unser gefülltes Reispapier gegrillt

Shrimps_Phu_Quoc_travel2eat

Zu guter Letzt: die Fischsoße. Phu Quoc ist für seine Fischsoße berühmt. Es gibt mehrere Fabriken auf der Insel, die man auch besichtigen kann. Leider wird dort nicht viel erklärt – zumindest in der Fabrik, die bei Duong Dong steht. Wir haben lediglich die Fässer gesehen (und kurz beaufsichtigt 😉 ), in denen die Soße vor sich hin fermentiert.

Fischsoße_Fässer_Phu_Quoc_travel2eat (2) Fischsoße_Fässer_Phu_Quoc_travel2eat (1)

Fertige Fischsoße
Fertige Fischsoße

Leider haben wir zu spät gelesen, dass es bei An Thoi ebenfalls so eine Fabrik gibt. Ganz in der Nähe ist auch ein Gefängnis, das man besichtigen kann. Ich würde euch also empfehlen, da hin zu gehen.

So, das war er auch schon: unser Inselbericht. Zm Festland hat uns ein Superdong-Boot gebracht (für 230.000 Dong pro Person, ca. 9 Euro). Ihr wisst ja warum 😉 .


4 Gedanken zu “Phu Quoc: Strände, Abschleppdienst und Fischsoße

Schreibe einen Kommentar