Allgemein Indonesien

Solo: Ziegel-, Tofu-, Batik- und Gamelan-Herstellung

Seit drei Tagen raufen wir uns die Haare (ja, Basti kann das jetzt auch 😉 ), starren fassungslos auf den Bildschirm und beobachten das WLAN-Symbol – und nichts. Es hat nicht funktioniert. Das WLAN. Inzwischen sind wir weitergezogen (von Gili Air nach Kuta/Lombok) und auch hier hatten wir den halben Tag lang Probleme, denn wir haben versucht ein Video fĂŒr euch hochzuladen. Und nun ist es endlich geschafft – Basti sei Dank!

Von was ich hier eigentlich schreibe? Ich hatte euch ja bereits von unserer Tempel-Tour in Solo berichtet. Neben dem Ausflug zu den Tempeln haben wir auch noch eine Fahrradtour in ein nahe gelegenes Dorf gemacht (fĂŒr 125.000 Rp pro Person). Dort haben wir uns dann angeschaut wie kleine Brötchen, Kuchen und Donuts, Dachziegel, Tofu, Batik und Gamelan-Instrumente hergestellt werden. Und die Herstellung der Gamelan-Instrumente kann ich euch nun mal am besten mit einem Video (siehe weiter unten) zeigen.

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Zu erst haben wir allerdings die BĂ€ckerei besucht. Dort saßen mehrere Frauen auf dem Boden: eine hat jeden Donut von Hand in die Streusel getunkt, die anderen haben die fertigen kleinen Kuchen in PlastiktĂŒten gesteckt und deren RĂ€nder dann ĂŒber eine Kerze gehalten um sie zu verschweisen. In einem Nebenraum haben zwei Ă€ltere Frauen Bananen geschĂ€t, die dann von Teig umwickelt wurden. Alles von Hand!

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Nach der BĂ€ckerei haben wir eine Ziegelei besucht. Die Tonklumpen werden von Hand in die Presse gelegt, gepresst und dann zum Trocknen in die Sonne getan. Trotz der Handarbeit kosten die Ziegel nur 1000 Rp pro StĂŒck!

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Das Ausgangsprodukt fĂŒr die Tofu-Herstellung (Tofu lieben die Indonesier sehr, man findet es ĂŒberall) sind Sojabohnen. Aus ihnen wird Milch gewonnen, die dann in mehrern Schritten, aufgekocht, abgeschöpft und zu Tofublöcken gepresst wird. Direkt neben dem Tofu-Hinterhof (als Fabrik kann ich das nicht bezeichnen) war ĂŒbrigens ein Kuhstall 😉 . Die Hygiene-Bedingungen sind hier halt ein bisschen anders als in Deutschland.

Sojabohnen
Sojabohnen

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Den hĂ€rtesten Job von allen haben die Gamelan-Arbeiter. Die Instrumente werden nĂ€mlich in Feuer gehalten und dann zurechtgeklopft. In dieser Werkstatt sieht man dann tatsĂ€chlich mal muskulöse Asiaten 🙂 . Die Arbeiter waren ĂŒbigens super nett und haben uns die ganze Zeit zum Bilder machen aufgefordert.

In dem Video seht ihr, wie das Instrument, das gerade aus dem Feuer kommt, zurechgeklopft wird.

Ruhiger ging’s da in der Batik-Werkstatt zu. Dort saßen fĂŒnf Frauen im Kreis auf dem Boden und trugen das Wachs auf den Stoff. Das Wachs dient als Schutz – hier kommt keine Farbe hin. Neben den Frauen stand ein Mann an einem Pult und tauchte stĂ€ndig einen Stempel-Block erst in heißes Wachs und dann drĂŒckte er ihn auf den Stoff. So entsteht ein gleichmĂ€ĂŸiges Muster auf dem spĂ€teren KleidungsstĂŒck.

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Batik_solo_travel2eat (3)

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Zum EinfĂ€rben werden natĂŒrliche Farben benutzt
Zum EinfĂ€rben werden natĂŒrliche Farben benutzt

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Einen Abstecher zum Antik-Markt haben wir auch noch gemacht. Allerdings war das eher ein Trödelmarkt, auf dem wir unter anderem diese zwei riesigen Masken entdeckt haben.

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Antikmarkt_solo_travel2eat (3) Antikmarkt_solo_travel2eat (2)

Wie ihr euch sicher schon denken könnt, empfehlen wir diese (oder eine Ă€hnliche) Fahrradtour sehr weiter, da sie einen guten Einblick in das einfache Leben der Leute und ihrer Arbeit gibt. Man sollte allerdings immer versuchen, beim Fahren dicht am Guide zu bleiben. Unserer ist nĂ€mlich einfach vorneweg gefahren und als wir anhalten mussten, weil Bastis Kette runtergesprungen war, fuhr er einfach weiter. Einmal haben wir ihn komplett im Straßengewirr von Solo verloren – aber nach kurzer Zeit zum GlĂŒck wiedergefunden. Im Linksverkehr durch eine Stadt zu fahren, in der Moped-, Auto- und Rikscha-Fahrer sich so fortbewegen, wie sie wollen (und nicht nach Regeln), ist auch eine kleine Herausforderung.

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