Ho Chi Minh City: Cao Dai und die Cu-Chi-Tunnel


Die in Vietnam vorherrschenden Religionen sind Buddhismus und Katholizismus. Und dann gibt es da noch die Cao Dai. Sie vereinen Buddhismus, Konfuzianismus, Katholizismus und Taoismus in einer farbenprächtigen Religion. Einen Einblick in diese haben wir auf einer Tour bekommen, die wir in unserem Hotel (PP Backpackers) in Ho Chi Minh Stadt gebucht gebucht hatten. Sie beeinhaltete einen Messe-Besuch bei den Cao Dai und die Besichtigung der Cu-Chi-Tunnel (Kosten: 160.000 Dong pro Person plus 100.000 Dong für den Tunnel-Eintritt, insgesamt also ca. 10 Euro pro Person).

Cao-Dai-Tempel
Cao-Dai-Tempel
Symbol der Cao Dai: das linke Auge
Symbol der Cao Dai: das linke Auge

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Vier Mal am Tag findet bei den Cao Dai eine Messe statt. Wir durften die Mittags-Messe um 12 Uhr besuchen. Das Spektakel dauert etwa 30 Minuten, in denen allerdings nicht viel passiert. Ein Spektakel ist es trotzdem, denn die Anhänger dieser Religion tragen ganz besondere Sachen und einige auch Kopfschmuck.

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Musiker
Musiker und Messeteilnehmer, die ein Familienmitglied verloren haben (deswegen der Kopfschmuck)

Das Ganze läuft so ab: Die gesamte Messe wird von einem Gesang begleitet, der von einer Gruppe Gläubiger im oberen Teil des Tempels kommt (von dort aus dürfen die Touris die Messe beobachten). Unten reihen sich die anderen Messe-Teilnehmer auf (diesen heiligen Boden dürfen Touris nicht betreten): die meisten sind ganz in weiß gekleidet, diejenigen die eine höhere Stellung haben tragen blaue, rote oder gelbe Gewänder.

Frauen und Männer sitzen während der Zeremonie getrennt auf jeweils einer Seite des Tempels. Es gibt übrigens eine strenge Etikette. Ein Teilnehmer wollte partout nicht sitzen, sondern er kniete mitten in den Reihen der Männer. Er wurde dann von einem Aufseher in die letzte Reihe befördert. Auf der anderen Seite wurde währenddessen die Sitzposition einer Frau von einer Aufseherin korrigiert.

Sobald alle ordnungsgemäß ihren Platz eingenommen haben, passiert eigentlich nichts mehr, außer dass sich die Menge hin und wieder verbeugt und die Musik sich leicht verändert.

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Nach diesem sehr interessanten Einblick in die Cao-Dai-Messe ging es für uns weiter nach Cu Chi. Dort haben wir die Tunnel besichtigt, in denen sich die Vietcong während des Vietnamkriegs versteckt haben. In diesem 250 km langen Geflecht aus Tunneln haben die Menschen auf drei verschiedenen Ebenen gelebt. Es gab Schulen, Krankenzimmer und „Wohnungen“. Das einmal zu sehen, ist wirklich beeindruckend. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Tunnel mit ganz einfachen Geräten gegraben wurden.

Modell des Tunnel-Systems
Modell des Tunnel-Systems
Die Tunnel wurden mit diesen einfachen Geräten gegraben
Die Tunnel wurden mit diesen einfachen Geräten gegraben

Die winzigen Eingänge sind inzwischen für die Touristen erweitert worden. Trotzdem ist es in den schmalen Gängen immer noch super eng und ich könnte mir nicht vorstellen, auch nur eine Stunde dort zu verbringen.

Unser Guide verschwindet in einem Tunnel
Unser Guide verschwindet in einem Tunnel
Ein weiterer Tunnel-Eingang
Ein weiterer Tunnel-Eingang
Hier komme ich aus einem Tunnel heraus
Hier komme ich aus einem Tunnel heraus

Die Kämpfer haben damals jede Möglichkeit genutzt ins Freie zu kommen (frische Luft, Licht, Sonne). Szenen wie diese, verschiedene Fallen-Arten und Panzer sind heute auf dem Gelände ausgestellt.

Vietcong-Puppen
Vietcong-Puppen
Falle der Vietcong
Falle der Vietcong

Alles in allem war es eine wunderbare Tour, auf der wir viele interessante Dinge gesehen und einen Einblick in die Vergangenheit Vietnams bekommen haben.


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