Tag vier in Singapur: Tree Top Walk im MacRitchie Park und das Schlangen-Schild

An unserem letzten vollen Tag in Singapur wollten wir wieder mal ein bisschen die Natur genießen. Unser Ziel war der MacRitchie Park, in dem es auch einen Tree Top Walk gibt (also eine Brücke, die zwischen Bäumen entlang führt).

Aussicht vom Tree Top Walk
Aussicht vom Tree Top Walk

Hinkommen: Auf Anraten von einer Mitarbeiterin unseres Hostels sind wir mit dem Bus 980 (Nummer 166 kann man auch nehmen) von der Little India Station bis zum Flame Tree Park gefahren. Diese Haltestelle kommt zwar nach der Haltestelle „MacRitchie Park“, aber von dort aus führt ein Weg direkt zum Tree Top Walk (von der MacRitchie-Haltestelle würde man viel länger laufen).

Der 250 m lange Tree Top Walk ist übrigens kostenlos. Er ist 25m hoch (an seinem höchsten Punkt) und bietet eine sehr schöne Aussicht über den Park. Weit und breit war da kein Wolkenkratzer mehr zu sehen. Wie ihr seht, gibt’s in Singapur viele Aktivitäten, bei denen man den Geldbeutel daheim (also im Hostel) lassen kann.

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Auf dem Rückweg (den Schildern zum Venus Drive folgend) sind wir an der Ranger Station vorbeigekommen. Dort gibt es kostenloses Trinkwasser und ein paar Sitzmöglichkeiten zum Ausruhen. Ein asiatisches Paar hatte gerade sein Picknick ausgepackt, als zwei Affen Kurs auf das Essen nahmen. Vor Schreck schleuderten sie eine Toastbrot-Scheibe auf einen Affen, der damit sofort Reißaus nahm und mit seiner Beute auf einen Baum flüchtete. Diese Affen waren alles andere als aggressiv.

Jackfruchtbaum
Jackfruchtbaum

Alles lief super, der Tag war wunderschön und wir haben sogar einen Jackfruchtbaum am Wegrand gesehen. Auf dem Rückweg zum Bus passierte es dann: Ich entdeckte aus dem Augenwinkel ein Schild mit der Aufschrift „Achtung Schlangen“ !!!! Wer mich kennt, weiß, dass ich allein beim Gedanken an diese Tiere Gänsehaut bekomme und anfange zu hüpfen. Ich kann einfach keine Schlangen sehen. Natürlich weiß ich, dass es in Asien welche gibt. Dass es im Dschungel von Laos und Kambodscha welche gab. Aber was das angeht, bin ich eine echte Verdrängungskünstlerin.

Nun hatte ich aber das Schild gesehen und vorbei war es mit meinem gemütlichen Parkspaziergang, bei dem ich mir meine Umgebung genau anschaute. Ich starrte auf den Boden und tippelte hinter Basti her, der plötzlich total langsam lief (um zu sehen, wo er hingeht, aber für mich waren Minuten plötzlich Stunden). Ich fing auch an zu trampeln. Diesen „Trick“ habe ich von einer Französin, die mit uns durch den kambodschanischen Dschungel gelaufen ist. Damals wurden wir alle paar Meter von Blutegeln befallen und sie meinte, dass das Trampeln die Tiere verscheucht. Meiner Meinung nach hat es geholfen. Also verwandelte ich mich auch im MacRitchie Park wieder in ein Trampeltier, ein sehr nervöses Trampeltier.

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Als wäre das noch nicht genug gewesen für meine Nerven, fing es dann auch noch an zu donnern. Bekanntlich ist es ja nicht so gut, wenn man sich bei einem Unwetter mitten im Wald und unter Bäumen befindet. Kurze Zeit später krachte es dann so gewaltig (Blitze im Wald – wunderbar), dass ich vor Schreck fast in Bastis Rucksack gehüpft wäre.

Am Ende haben wir es heil aus dem Park heraus geschafft – ohne das ich eine Schlange sehen musste. Basti hat allerdings eine tote am Wegrand gesehen – er hat es mir aber zum Glück erst im Bus erzählt.

Das war unser (etwas nervenaufreibender) letzter Tag in Singapur. Am nächsten Tag haben wir uns dann vormittags noch die Orchard Road angeschaut (Luxus-Shopping-Meile) und sind dann in den Air-Asia-Flieger nach Kota Kinabalu, die Hauptstadt Sabahs, gestiegen. Der Flug war unspektakulär. Da man für Essen einen Aufpreis zahlen muss, haben wir das weggelassen und eigentlich die meiste Zeit geschlafen. Was ich nicht so toll fande: Wer kein Essen und Trinken kauft, bekommt nicht mal ein Wasser angeboten. Aber es war eben auch ein Billigflug.

Morgen verlassen wir Malaysia übrigens für kurze Zeit wieder. Wohin es diesmal geht? Verrate ich noch nicht.

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