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Zwei Tage in Brunei

In Brunei war es dann endlich so weit: Wir hatten ein Zimmer mit eigenem Bad! Nach den Dusch-Erlebnissen in Kota Kinabalu war das eine echte Wohltat. Es sind eben die kleinen Dinge, über die man sich als Rucksack-Reisender mit kleinem Budget freut.

Brunei ist wie Singapur teuer, was die Hotels angeht. Also haben wir im Vorfeld ein günstiges Hotel über agoda.com gebucht. Das Apek Utama ist zwar ca. 2 km von der Innenstadt entfernt, aber dafür hat es uns „nur“ 27 Euro pro Nacht gekostet – inklusive WLAN und Frühstück (Toast, Tee und Kaffee). Das Personal war super nett uns sehr hilfsbereit und die Zimmer waren wirklich süß hergerichtet (mit Blümchen-Bettdecke).

Unser Zimmer im Apek Utama
Unser Zimmer im Apek Utama

Die 2 km in die Stadt sind wir jedenfalls gelaufen. Die Strecke führt zwar direkt an der Straße entlang und ist wirklich nicht schön, aber es war ja auch wirklich nicht sehr weit. Ein paar Mal haben Autofahrer extra wegen uns angehalten und wollten uns kostenlos mitnehmen. Dass man freiwillig läuft, verstehen die Asiaten nicht so recht.

Wer die Strecke nicht laufen mag, kann auch auf den öffentlichen Bus warten (es gibt allerdings keine festen Buszeiten) oder für 2 bis 3 B$ ein Wassertaxi nehmen. Wassertaxis sind in Bandar Seri Begawan, der Hauptstadt Bruneis, ein gängiges Verkehrsmittel.

Wir haben insgesamt nur zwei volle Tage in Badar Seri Begawan verbracht und das war völlig ausreichend. Zu sehen gibt es nämlich nicht allzu viel.

Das schönste Gebäude ist die Omar Ali Saifuddien Moschee, die man auch von innen besichtigen kann. Frauen müssen sich dafür einen langen schwarzen Mantel überziehen.

Omar Ali Saifuddien Moschee
Omar Ali Saifuddien Moschee

Besonders positiv aufgefallen sind uns im Innenraum der mit pinken Blumen bestickte Teppich und die bemalten Glasfenster. Es ist wirklich eine der schönsten Moscheen, die wir bislang gesehen haben.

Es lohnt sich außerdem, eine 1 stündige Wassertaxi-Tour durch das Kampong Ayer zu machen. Wir haben dafür 20 B$ pro Person gezahlt – und das war wahrscheinlich immer noch zu viel. Man sollte in jedem Fall handeln, denn der erst genannte Preis ist immer zu teuer 😉 .

Wassertaxi-Tour
Wassertaxi-Tour
Kampong Ayer
Kampong Ayer
Kampong Ayer
Kampong Ayer

In dem Viertel Kampong Ayer leben die Menschen (unglaubliche 40.000 laut unserem Bootsfahrer) auf Stelzenhäusern, die im Wasser stehen. Es gibt dort Schulen, Feuerwehr, Polizei und Läden. Die Tour führt auch in den Mangrovenwald, wo man mit ein bisschen Glück Nasenaffen beobachten kann. Diese Affenart gibt es nur auf Borneo. Wir hatten Glück und haben sie – aus einiger Entfernung – auf den Bäumen entdeckt.

Wir hatten sogar sehr großes Glück an diesem Tag, denn wir haben auch zwei Salzwasser-Krokodile gesehen, die sich am Flussufer gesonnt haben.  Die Tiere sind allerdings sehr schreckhaft und blitzschnell ins Wasser verschwunden, als wir uns ihnen genähert haben.

Das Krokodil liegt am Flussufer unter der Palme
Das Krokodil liegt am Flussufer unter der Palme

Um der Mittags-Hitze zu entfliehen, haben wir einen Stop im Royal Regalia Museum eingelegt.

Royal Regalia Museum
Royal Regalia Museum

Dort haben wir uns die Geschenke, die der Sultan von vielen verschiedenen Ländern bekommen hat, angeschaut. Außerdem sind u.a. die Paradawägen mit den Uniformen und Waffen seiner Wache ausgestellt. Das Museum ist kostenlos und darf nur barfuß besichtigt werden.

Paradawagen im Museum
Paradawagen im Museum

Ganz in der Nähe des Museums befindet sich ein kleiner Foodcourt, der Tamu Selera. Dort gibt es sehr leckeres Essen. Nasi Katok zum Beispiel. Das ist Reis mit sehr knusprigem Hühnchen (Cornflakes-Panade) und etwas scharfer Soße. Das Gericht hat gerade mal 1 B$ gekostet. Gado-Gado können wir auch weiterempfehlen. Das ist eine Art Rojak – also ein Salat aus allen möglichen Zutaten mit einer Erdnuss-Soße.

Nasi Katok
Nasi Katok
Gado Gado
Gado Gado

Entdeckt haben wir außerdem Tempeh. In Deutschland fanden wir das super lecker also haben wir es uns auch in Bandar Seri Begawan bestellt. Und wir haben es nicht bereut. Es wurde in einem Teig angebraten und war wirklich sehr gut.

Tempe Goreng
Tempe Goreng

Wo wir gerade beim Essen sind: In der Nähe vom Busbahnhof befindet sich das Syazwan Cafe & Catering. Dort gibt es günstige indische und malaiische Gerichte. Ich hatte Roti Telur (indisches Brot mit Ei) mit Dal (eine Art Dip für’s Roti aus Hülsenfrüchten) und Bohnen-Möhren-Gemüse für 2,50 B$. Basti hatte Nasi Pattya, also gebratenen Reis, der von einem Spiegelei umschlossen war. Super lecker!

Nasi Pattya
Nasi Pattya

Laut unserem Lonely Planet Südostasien sagen die Einheimischen übrigens über Brunei, dass man dort nicht viel mehr machen kann, als essen 😉 .

Etwas haben wir aber noch gemacht: Wir waren im Tasek Lama. Der Park ist sehr schön angelegt, es gibt einen kleinen Aussichtsturm und einen Wasserfall.

Tasek Lama
Tasek Lama

Zum Schluss haben wir noch einen Tipp für alle, die mit der Fähre nach Brunei reisen. Mit der Fähre kommt man nur bis Muara. Die letzten 40 km nach Bandar Seri Begawan wollten wir dann mit dem Bus zurücklegen, der eigentlich von der Fährstation aus abfahren sollte. Doch obwohl eindeutig eine BUshaltestelle eingezeichnet war, kam kein Bus und die Leute dort wussten auch nichts von einem Bus (bzw. sie wollten nichts davon wissen und verwiesen uns auf die Taxifahrer). Zwei anderen Reisenden ging es wie uns und so warteten wir erst eine Weile hartnäckig auf den Bus. Dann sind wir zu einer größeren Straße gelaufen und standen dort unschlüssig am Wegrand bis ein Autofahrer anhielt und uns für 25 RM (für alle vier) mitgenommen hat. Diese sogenannten illegalen Taxifahrer sind in Brunei normal und eine günstige Alternative zum Taxi.

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