Neuseelands Hauptstadt: Wir haben in Wellington hinter die Kulissen von „Herr der Ringe“, „Hobbit“ und Co. geschaut

Ihr Lieben, der letzte Beitrag ist schon wieder viel zu lange her. Ich weiß. Zu meiner Verteidigung: Ich lag nicht einfach nur faul am Strand rum und hab mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen (ist in Brasilien eh keine gute Idee, weil der Bauch sonst ganz schnell rot ist), sondern ich kämpfe seit einer Woche mit einer Grippe. Grippe bei 30 Grad? Ja, auch das ist möglich. Ich gehe mal davon aus, dass das eine Nebenwirkung von der Geldfieber-Impfung ist, die wir uns in Fortaleza geholt haben (kostenlos übrigens). Drückt mir die Daumen, dass ich bis Rio (Karneval!!) wieder fit bin. Dazu kommt: Die Internetverbindungen sind hier in Brasilien nicht so der Knaller.

So, nun aber zu Wellington, Neuseelands kleiner Hauptstadt. Uns hat es dort sehr gut gefallen und wir wären gern länger geblieben, wenn unser Zeitplan nicht so straff gewesen wäre. Ein Grund, warum wir sehr gute Erinnerungen an Wellington haben, sind Lefki und Dave. Bei diesem supernetten Ehepaar haben wir nämlich gewohnt – um genau zu sein, in deren umgebauter Garage. Diese Airbnb-Unterkunft war so großartig! Die beiden sind selbst erst vor Kurzem von einer 3-jährigen Weltreise zurückgekommen (ja, auch unsere 2 Jahre können noch überboten werden) und planen schon wieder die nächste Reise. Uns haben sie schon vor dem Zurückkommen und dem Wiedereintauchen in die Realität gewarnt (wir überstehen das wohl nur mit viel Alkohol 🙂 ). Zu einem Glas Sekt und Bier haben sie uns dann auch gleich eingeladen und so kam es, dass wir einen halben Tag lang mit den beiden und ihren Freunden erzählt haben. Was ich Lefki und Dave auch sehr zu Gute halte: Sie haben uns die gute Neuseeland-Marmelade in den Kühlschrank gestellt (unbedingt kaufen, wenn ihr dort seid) 🙂 . Es sind eben die kleine Dinge, die mich glücklich machen 🙂 .

Die Unterkunft befindet sich in dem Stadtteil bzw. auf der wunderschönen Halbinsel Miramar – nur einen Katzensprung entfernt von den Special-Effect-Studios Weta Cave bzw. Weta Workshop. Wir hatten absolut keine Ahnung, was das denn ist und haben mit einer Höhle gerechnet. Was wir dann tatsächlich besichtigt haben, war so unglaublich interessant und beeindruckend, dass wir es euch unbedingt ans Herz legen möchten.

Miramar (so blaues Wasser!!)

Auf der Halbinsel wurden nämlich u.a. die Hobbit-Füße, „Herr der Ringe“-Schwerter/Rüstungen/Haare/Masken etc. oder auch Miniatur-Filmsets entwickelt und in Handarbeit umgesetzt. Mitbegründet wurde das Ganze von keinem Geringeren als Peter Jackson. Den haben wir dort allerdings nicht gesehen. Dafür aber sehr viele junge und leidenschaftliche Mitarbeiter, die ihre Arbeit u.a. gerne und sehr oft als „pretty ridiculous, but cool stuff though“ bezeichnen.

Ziemlich cool war auf jeden Fall der riesige 3D-Drucker, dem wir dabei zugucken konnten, wie er Matt Damon (ja, der Matt Damon) ausdruckte. So können nämlich Kostüme auf die Schauspieler angepasst werden, ohne das diese um die halbe Welt fliegen müssen.

Die Kombi-Tour (Weta-Cave und -Workshop) kostet 45 Neuseeland-Dollar pro Person und dauert ca. 3 Stunden (mehr Infos findet ihr hier). Dazu gibt‘s noch einen Infofilm und ein Mini-Museum. Lohnt sich alles sehr!

Empfehlen können wir ebenfalls die Aussicht vom Mount Victoria. Dort haben wir auch den ganzen Tag lang kostenlos unser Auto geparkt. In der Stadt ist das nämlich teuer (4$ pro Stunde). Der einzige Haken: Wir mussten uns abends den Berg wieder rauf quälen um unser Auto abzuholen (das hat von der Cuba Mall aus nur etwa 30 Minuten gedauert).

Apropo Park-Tipps: Kostenlos geparkt haben wir auch in der Oriental Parade – das kann man dort allerdings nur für 2 Stunden. Alles was darüber hinaus geht, muss bezahlt werden. Ob ihr nun dort parkt oder nicht, die Oriental Parade solltet ihr unbedingt einmal entlangschlendern. Die Häuser sind super niedlich dort, es gibt einen schönen Stadtstrand, wahnsinnig blaues Wasser (so klar und blau – und das am Hafen einer Hauptstadt) und wenn ihr in Richtung Stadt lauft, kommt ihr an vielen tollen kleinen Shops vorbei.

Was wir nicht empfehlen können, sind die Burger im JJ Murphys Pub in der Cuba Mall. Die Fish & Chips sind gut und die Gesellschaft – wenn ihr so viel Glück habt wie wir – kann sehr unterhaltsam sein.

An unserem letzten Abend in Wellington haben wir Silvester gefeiert – wie das war, könnt ihr hier noch einmal nachlesen. In den frühen Morgenstunden des neuen Jahres ging es für uns dann auf die Südinsel und weiter bis nach Greymouth. Wie es uns dort gefallen hat, erfahrt ihr das nächste Mal.

Zum Schluss noch ein paar Impressionen aus Wellington…

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