Roadtrip durch Kalifornien: Diner-Liebe und Diner-Highlights

Roadtrip durch Kalifornien: Diner-Liebe und Diner-Highlights

Im April haben wir drei Wochen lang den US-Bundesstaat Kalifornien erkundet. Mit einem Mietauto ging es von San Francisco über den Yosemite Nationalpark, Santa Cruz und Monterrey, den Highway 1 runter bis nach San Diego. Bevor ich euch alle unsere Highlights verrate und jede Menge Tipps gebe, möchte ich mich zunächst einem Herzensthema widmen: Unserer Liebe zum amerikanischen Diner.

Diner gibt es in Amerika überall. In einem Diner bekommt ihr den ganzen Tag lang leckeres Essen. Amerikanischer geht es fast nicht mehr. Und genau das wollten wir auch: Das Land, in dem wir Urlaub machen, voll und ganz erleben. Dabei spielt das Essen eine sehr wichtige Rolle. (Ja ok, Essen spielt generell in unserem Leben eine große Rolle).

Das Tolle an einem Diner: Meistens kann man dort den ganzen Tag lang frühstücken. Und ihr wisst ja, dass ich ein absoluter Frühstücksmensch bin.  Wenn ihr jetzt an den typisch deutschen Brotkorb mit Aufschnitt denkt, liegt ihr komplett falsch. Euch erwartet eine gute Portion deftiges oder auch süßes Essen. Also Omelette/Rühr- oder Spiegelei mit Hashbrowns, Speck oder Corned Beef und Toast. Oder Pancakes – herzhaft oder süß. Das Gleiche gilt für Waffeln. Kurz: Es gibt ein tolles Angebot, bei dem jeder fündig werden sollte. Wir lieben es einfach, dort zu essen.

Und: Diesmal habe ich es endlich geschafft – jetzt kommt’s – Burger zu essen. In einem Diner. Ja, wirklich: Ich habe bei meinem dritten Amerika-Besuch meinen allerersten Burger verdrückt. Und dann noch viele weitere 😉 .

Happy Burger Diner

Diner sind toll, weil…

  • du nur ein Mal ein Getränk bezahlen musst und es dann immer wieder auffüllen kannst. In meinem Fall habe ich also meistens so ca. 2 – 3 US-Dollar für einen Kaffee bezahlt – aber am Ende drei Kaffee getrunken. Der Filterkaffee war in 99% der Fälle einfach super lecker. Basti hat sich die riesigen Softdrink-Becher auch immer wieder aufgefüllt – mit ungesüßtem Eistee (!). Ungesüßten Eistee – so etwas gibt es in Deutschland nur sehr selten. Dabei ist er so einfach herzustellen. Und so lecker.
  • du dort für relativ wenig Geld viel bekommst – sowohl zu trinken als auch zu essen. Du wirst auf jeden Fall satt.
  • die Portionen so schön groß sind.
  • du immer kostenlos Wasser bekommst.
  • es meistens eine riesige Auswahl an köstlichen Omelettes gibt. Ja genau – es ist nicht alles ungesund in Amerika. Ich habe oft Omelette mit Spinat oder Brokkoli gegessen – und dazu Hüttenkäse statt Toast.
  • Pancakes in Kombination mit Ei und Bacon einfach der Hammer sind.
  • Waffeln in Kombination mit Ei und Bacon einfach der Hammer sind.
  • der Bacon einfach immer perfekt gebraten ist (so schön knusprig).
  • der Service meist super ist – die Amerikaner verdienen schließlich das meiste Geld mit Trinkgeld. Seid also bitte nicht geizig, wenn euer Kellner freundlich und auf Zack ist. 15 bis 20% sind angemessen.

Bester Burger: Happy Burger Diner in Mariposa

Bastis Augen leuchten heute noch, wenn wir an das Happy Burger Diner in Mariposa zurückdenken. Mariposa war unsere Basis für die Erkundung des wahnsinnig beeindruckenden Yosemite Nationalparks. Im Park direkt zu übernachten, ist unglaublich teuer. In Mariposa (etwa eine Autostunde vom Valley entfernt) haben wir zwar auch etwa 100 US-Dollar pro Nacht im Quality Inn gezahlt, hatten aber immerhin ein gutes Frühstück dabei.

Mariposa ist winzig – das Happy Burger Diner könnt ihr also nicht verfehlen. Ihr solltet es jedenfalls auf gar keinen Fall verfehlen. Denn dort bekommt ihr wahnsinnig gute Burger. Das Fleisch wird gegrillt – und das schmeckt man auch. Mein allererster Burger war mit Guacamole, besagtem leckeren Fleisch, gebratenen Zwiebeln und noch ein paar anderen Zutaten belegt. Dazu gab es eine saure Gurke und Pommes oder eine kleine Obstschale. Ich habe mein Gewissen mit der Obstschale beruhigt. Aber die Pommes schmecken auch super – und das sage ich als jemand, der eigentlich keine Pommes mag.

Bei unserem zweiten Besuch habe ich dann ein Reuben Sandwich gegessen –  weil ich die Kombination von Sauerkraut, Senf, Fleisch und Brot liebe 🙂 . Basti hatte wieder einen Double Bacon Burger. Basti hat in den USA alles als Double bestellt. An unserem dritten Abend ( 🙂 ) gab es dann nochmal einen Burger für mich.

Koffee Pot Diner

Waffel-Highlight in Oakland (San Francisco)

Kommen wir zu einer meiner liebsten Frühstückskombinationen: Eine belgische Waffel mit Spiegelei und Bacon. Ich weiß echt nicht, wieso es solche Gerichte nicht (oder nur sehr selten) in Deutschland gibt. Es schmeckt so gut. Sehr empfehlen kann ich euch hierfür das super niedliche Mini-Diner Koffee Pot in Oakland (San Francisco). In Oakland hatten wir unser Airbnb (für gerade mal 48 Euro pro Nacht). Die Anbindung nach San Francisco ist dank des BART-Zuges sehr gut.

Uncle Bill's Pancakes

Pancake-Highlight

Unsere ersten Pancakes haben wir erst sehr spät gegessen. In der dritten Woche, um genau zu sein. Und zwar am Manhatten Beach in Los Angeles. Nachdem wir eine Fahrrad-Tour (18 km einfach) von Venice Beach nach Manhatten Beach hinter uns gebracht hatten, wollten wir uns bei Uncle Bill’s Pancakes stärken. Und wie wir das getan haben 🙂 . Es gab luftige Buttermilch-Pancakes mit Butter und Ahornsirup (die Amis sind da nicht knausrig) in Kombination mit Omelette (für mich) und Corned Beef mit Hash Browns (für Basti). Einfach himmlisch!

Ebenfalls sehr gute Pancakes bekommt ihr am Redondo Beach im Wildflower Café. Ich habe dort ein Omelette mit Spinat, Brokkoli und Tomaten bestellt. Dazu gab es Avocado, Hüttenkäse und drei Bananen-Walnut-Pancakes. Das alles hat gerade mal 15 US-Dollar gekostet. Ich war den ganzen Tag satt davon 🙂 .

Mein absolutes Diner-Highlight

Alles, was ich euch bis hierher vorgestellt habe, war ein Highlight und absolut mega lecker. Aber für mich als Zimtschnecken-Suchti kann es nur einen Gewinner geben: Louisa’s Place in dem niedlichen Städtchen San Louis Obispo (das liegt zwischen Santa Cruz und Sanat Barbara und uns hat es dort sehr gut gefallen).

In Louisa’s Place habe ich es tatsächlich geschafft eine waschechte Diner-Kellnerin zu beeindrucken 🙂 . Nachdem ich nämlich einen

  • homemade Buttermilk Biscuit mit Butter (wie könnte es anders sein)
  • ein Omelette bestehend aus vier Eiern, Avocado, Spinat, Bacon, Hüttenkäse, Sour Cream und einer hausgemachten Salsa verdrückt hatte, gab es noch eine
  • gigantische Zimtschnecke mit Frosting hinterher 🙂 .

Essen kann ich! 🙂

Zum Schluss noch ein paar Bilder vom Buttercup Diner in Oakland (auch sehr zu empfehlen) und vom Courthouse Diner in Los Banos. Dort haben wir auf dem Weg vom Yosemite Nationalpark nach Santa Cruz gehalten und lecker gegessen.

So, ich hoffe ihr habt jetzt so richtig Lust mal in ein amerikanisches Diner zu gehen. Falls irgendjemand ein gutes in Deutschland kennt, dann schreibt uns bitte (auf Facebook, Insta oder Twitter). Früher sind wir ja sehr gerne zu Mandy’s Railway Diner in Heidelberg gegangen. Leider wurden wir bei unserem letzten Besuch dort bitter enttäuscht. Das Essen war einfach dermaßen lieblos und eigentlich auch nicht wirklich genießbar. Dazu haben die Bedienungen lieber miteinander gequatscht und selber gegessen, anstatt sich um ihre Gäste zu kümmern. Falls ihr gute Burger wollt – wir empfehlen euch Joe Molese in Heidelberg.

Schreibe einen Kommentar